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Milch: Es ist Zeit, zu handeln


ÖBV: „Milchdialog“ muss Milchmanifest berücksichtigen

Die ÖBV-Via Campesina Austria begrüßt den Beschluss der Landwirtschaftssprecher aller Fraktionen, einen Milchdialog zu installieren und hofft, dass Minister Rupprechter seine Ankündigung wahr macht, diesen noch vor dem Sommer abzuhalten. „Der Milchdialog kann aber nur dann erfolgreich sein, wenn auch VertreterInnen von kritischen Gruppen, wie der IG Milch und der ÖBV dazu eingeladen werden,“ betont Judith Moser-Hofstadler, Milchbäuerin und Vorstandsmitglied der ÖBV-Via Campesina Austria. Zudem sei es wichtig, dass dem Milchdialog auch auf die Überproduktion abzielende Maßnahmen folgen. Bereits im Jahr 2014 hatte das Landwirtschaftsministerium eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die Vorschläge erarbeiten sollte, wie die Krise am Milchmarkt beseitigt werden kann. Das Ergebnis war der Masterplan 20-20 -60, der prognostizierte, dass 20 Prozent mehr Produktion 20 Prozent höhere Preise bei 60 Prozent mehr Export ergeben würde. „Im Rückblick ist diese Strategie eine Verhöhnung all jener Milchbäuerinnen und –bauern, die aufgrund der Überproduktion und der niedrigen Preise nun ums Überleben kämpfen müssen“, so Moser-Hofstadler.

Die ÖBV ist davon überzeugt, dass das Problem am Milchsektor mit „marktstärkenden“ Maßnahmen schon lange nicht mehr zu lösen sei. In Zeiten steigender Arbeitslosigkeit dürfe eine ganze Berufsgruppe nicht perspektivenlos in den Ruin getrieben werden, noch dazu, wenn immer mehr KonsumentInnen auf regional produzierte Lebensmittel Wert legen. „Jene Bäuerinnen und Bauern, die ihren Hof noch nicht aufgegeben haben, erleben ihre tägliche Arbeit als Druck – finanziell und auch psychisch, weil sie nicht wissen, wie lange sie in dieser Situation ausharren können“, beklagt Judith Moser-Hofstadler. Fast alle, die noch Milchkühe halten, hätten in ihren Betrieb investiert und sähen kaum andere Möglichkeiten, als „weiterzuwurschteln“. „Es kann doch nicht das Ziel unserer Politik sein, dass landwirtschaftliche Betriebe an Investoren verkauft werden müssen!“

Die ÖBV fordert die Landwirtschaftssprecher aller Fraktionen sowie Minister Rupprechter auf, die Milchposition der ÖBV und das Milchmanifest zu berücksichtigen, das die IG Milch gemeinsam mit der ÖBV und anderen Gruppierungen Ende März in Wien der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Zentrale Punkte in beiden Papieren sind eine Ökologisierung der Produktion sowie eine funktionierende Marktregulierung.

„Es ist an der Zeit zu handeln! Unsere VertreterInnen handeln fahrlässig, wenn sie Ideen nicht aufgreifen, nur weil sie nicht in den eigenen Reihen entstanden sind. Die Lösungen finden wir nur gemeinsam und vor allem mit den betroffenen Bäuerinnen und Bauern“, so Moser-Hofstadler abschließend.

Rückfragehinweis:

Judith Moser-Hofstadler, +43 664 23 49 137; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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