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Milch: Solidarität zwischen Bäuerinnen und Bauern bewirkte Lösung für 19 Milchbetriebe

ÖBV-Via Campesina Austria fordert Kehrtwende in Milchpolitik

 

Pressemeldung am 5. Mai 2017

Bäuerinnen und Bauern wissen, was Solidarität bewirkt, davon ist die Österreichische Berg- und Kleinbäuer_innen Vereinigung ÖBV-Via Campesina Austria überzeugt. Die Mitglieder der Genossenschaften, die jene 19 Milchviehbetriebe unter Vertrag nehmen, die von der „Alpenmilch Logistik“ übrig geblieben sind und neue Abnehmer für ihre Milch gesucht haben, widersetzten sich rein ökonomischen Argumenten und zeigten sich solidarisch. Besonders deutlich wurde das bei der Gmundner Milch, bei der Bäuerinnen und Bauern in der Generalversammlung ihre Funktionäre aufforderten, den Betrieben Lieferverträge anzubieten.

„Wir sind froh und erleichtert, dass die Genossenschaften in letzter Minute ein Einsehen hatten und die Milch der 19 Betriebe nun abgeholt wird. Es ist allerdings unverständlich, dass hier auf dem Rücken von Bäuerinnen und Bauern ein Exempel statuiert werden sollte. Dazu passt auch, dass die neu dazugekommenen Betriebe weniger für Milch in gleicher Qualität bekommen sollen. Das finden wir wirklich unfair“, so Judith Moser-Hofstadler, Milchbäuerin in Oberösterreich und Vorstandsmitglied der ÖBV-Via Campesina Austria.

Die ÖBV kritisiert zudem, dass sich die Interessenvertretung in der Angelegenheit nicht vernehmbar zu Wort gemeldet hat. „Die Landwirtschaftskammern stehen in solchen Situationen in einer Zwickmühle: Einerseits sollen sie die Interessen der Bäuerinnen und Bauern wahren und für sie eintreten, andererseits sind auch die genossenschaftlich organisierten Molkereien Mitglieder der Kammer, weil sie als Genossenschaften im Besitz der milchproduzierenden Bäuerinnen und Bauern sind. Welche Interessen gehen also vor?“, fragt Moser-Hofstadler. „Bäuerinnen und Bauern brauchen angemessene Preise für die von ihnen produzierte Milch, für die Molkereien ist ein billiger Rohstoff wirtschaftlicher.“

 

Kehrtwende in der Milchpolitik ist vonnöten

Auch, wenn das Problem vorerst gelöst und für die einzelnen Betriebe momentan das Überleben gesichert zu sein scheint, hat es die enormen Schwierigkeiten zutage gefördert, denen Milchbäuerinnen und -bauern täglich ausgesetzt sind:

„Das größte Problem ist die allgemeine Situation am Milchmarkt. Kuhmilch wird in erster Linie als Rohstoff für die verarbeitende Lebensmittelindustrie gesehen. Wenn zu viel davon am Markt ist, wird es für die einzelnen Produzent_innen schwierig, die Mengen zu einem angemessenen Preis zu verkaufen. Das betrifft Bäuerinnen und Bauern genauso wie die Molkereien. Daher brauchen wir dringend eine funktionierende Mengenregulierung “

Die gesamte Milchbranche kommt nicht umhin, sich Gedanken darüber zu machen, wie sie grundsätzliche Probleme lösen kann. Es gibt Gebiete in Österreich, in denen kaum andere landwirtschaftliche Produktionszweige sinnvoll möglich sind. Gleichzeitig wird die Milchproduktion, besonders in den Gunstlagen, durch die Verfütterung von importiertem Kraftfutter angekurbelt. Um die Zukunft der milchproduzierenden Betriebe in Österreich gewährleisten zu können, fordert die ÖBV-Via Campesina Austria weiterhin eine bodengebundene Milcherzeugung und die Abkehr von der exportorientierten Milchwirtschaft (siehe dazu Milch-Manifest).

„Wir brauchen mehr Bäuerinnen und Bauern und nicht weniger, für gesunde Lebensmittel, eine intakte Kulturlandschaft und für entsprechende Lebensqualität für Menschen und Tiere am Hof“, so Moser-Hofstadler abschließend.

 


Milchmanifest der ÖBV-Via Campesina Austria und der IG Milch:  https://wirhabenessattaustria.wordpress.com/milch-manifest/

Rückfragen:

Judith Moser-Hofstadler, Milchbäuerin und Vorstandsmitglied der ÖBV-Via Campesina Austria: 0664 234 91 37

Julianna Fehlinger, Geschäftsleiterin der ÖBV-Via Campesina Austria: 0664 750 896 12

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