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Wege aus der Krise PDF Drucken E-Mail

ÖBV-Via Campesina Austria unterstützt die Forderungen der Kampagne "Wege aus der Krise" .

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Die Krise (be)trifft uns alle!

Arbeit ist ungerecht verteilt
Mehr als 350.000 Menschen sind arbeitslos. Jene, die noch einen Job haben, müssen zunehmend unbezahlte Überstunden, schlechte Arbeitsbedingungen und Lohnverzicht in Kauf nehmen, wenn sie diesen nicht verlieren wollen.


Vermögen und Einkommen sind ungerecht verteilt
Gegenwärtig besitzen 10 Prozent der österreichischen Bevölkerung knapp 60 Prozent des gesamten Vermögens von rund 1200 Milliarden Euro. Da diese Vermögen sehr gering besteuert sind, tragen Arbeitseinkommen einen immer größeren Teil der Steuerlast.


Ressourcen sind ungerecht verteilt
Unser Wohlstand basiert auf der Ausbeutung und übermäßigen Nutzung von Rohstoffen, Nahrungsmitteln und Energie aus dem globalen Süden. Unser CO2-Ausstoß liegt weit über dem, was uns bei einer global gerechten Verteilung zusteht und trägt somit wesentlich zum Klimawandel bei.


Die Ursachen dafür liegen vor allem in einem Wirtschaftssystem, das auf Gewinnstreben, Konkurrenz, Ressourcenraubbau und Wachstumszwang beruht und systematisch die Demokratie untergräbt.

 

Es ist Zeit ist für neue Wege aus der Krise. Es braucht Alternativen, kreative Ideen und breite Allianzen, um eine andere Politik und eine andere Welt Wirklichkeit werden zu lassen. Gemeinsam wollen wir dazu einen Beitrag leisten:

  • Attac Österreich
  • Die Armutskonferenz
  • GLOBAL 2000
  • Greenpeace
  • Katholische ArbeitnehmerInnen Bewegung Österreich
  • SOS Mitmensch
  • PRO-GE, die Produktionsgewerkschaft
  • VIDA, die Lebensgewerkschaft

 

Unsere Wege

Auf dem Weg zu einem anderen Wirtschaftssystem und einer anderen Demokratie wollen wir unterschiedliche Pfade beschreiten. Es braucht unter anderem unmittelbare Antworten für all jene Menschen, die gestern oder heute ihre Arbeit verloren haben, die bereits von Armut betroffen sind und zu wenig für ein gutes Leben haben, aber auch für eine rasche Reduktion unseres CO2 Ausstoßes, um die Auswirkungen des Klimawandels einzudämmen. Es braucht unmittelbare Antworten auf das Vorhaben der Regierung, die breite Bevölkerung die Kosten der Krise zahlen zu lassen ? durch Massensteuern und Sparpakete.

Zugleich braucht es jetzt auch Schritte, die uns ermöglichen, das gegenwärtige Wirtschaftssystem nachhaltig und von unten zu verändern. Deshalb beschreiten wir zwei Wege:

 

Weg 1: Kampagne - Überfluss besteuern, in die Zukunft investieren!

Wir wollen keine Massensteuern und keine Sparpakete als Antwort auf die Krise und das explodierende öffentliche Budgetdefizit! Wir wollen nach dem Motto "Überfluss besteuern, in die Zukunft investieren" gemeinsam dafür kämpfen, dass die Krisenverursacher ihren Beitrag leisten und umfassende öffentliche Zukunftsinvestionen getätigt werden. Und zwar in jene Bereiche, die gesellschaftlich notwendige Bedürfnisse abdecken und die zugleich erste Schritte in Richtung eines ökologisch nachhaltigeren Wirtschaftssystems ermöglichen. Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs, die Förderung thermischer Sanierung und nachhaltiger Energieformen, eine bessere Bildung, Gesundheit, Pflege etc. zählen dazu ebenso wie eine gerechtere Verteilung von Arbeit durch die Verkürzung der Arbeitszeit. Das sind unsere unmittelbaren Antworten auf die soziale und ökologische Dimension der Krise.

 

Weg 2: Alternativenforen  - Alternativen von unten entwickeln

Neben diesen unmittelbaren Antworten brauchen wir weiterführende Lösungen, die bei den tatsächlichen Ursachen der Krisen ansetzen. Ein anderes Wirtschaftssystem, in dessen Zentrum ein "gutes Leben für alle" steht, muss systematisch auf den Prinzipien Demokratie, Menschenrechte, Gerechtigkeit, Solidarität, Nachhaltigkeit und Kooperation aufgebaut werden. Energieautonome Städte und Gemeinden, städtische Gärten, Lebensmittelkooperativen, BürgerInnenparlamente oder die Wiederaneignung der gesellschaftlichen Infrastruktur und Gemeingüter sind nur einige konkrete Beispiele, in denen die Grundbedürfnisse der Menschen und ihre Rechte im Vordergrund stehen, eine achtsame Beziehung zur Natur aufgebaut und demokratische Mitbestimmung gestärkt werden.

Im Rahmen der Alternativenforen möchten wir Informationen über nachhaltige Vorbildprojekte verbreiten, eigenverantwortliche Initiativen sichtbar machen und Menschen ermutigen, gemeinsam kreative Lösungen zu entwickeln und umzusetzen.

 

Detailiiertere Infos: www.wegeausderkrise.at

 

 

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 3. Februar 2011 )
 
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