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Auswirkungen der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU auf die Länder des Südens PDF Drucken E-Mail

Di, 11. Mai 2010 

Universität für Bodenkultur

Simony-Haus Hörsaal EG 03

Peter Jordan Straße 65, 1180 Wien

 

 

18:00 - Filmvorführung „Milch, Macht und Märkte"

Einführung in die Problematik der Exportsubventionierung am Beispiel von europäischen Milchexporten nach Sambia.

18:30 Podiumsdiskussion mit

  • Alexandra Strickner (ATTAC Österreich)
  • Karin Okonkwo-Klampfer (ÖBV-Via Campesina Austria)
  • Gertraud Neunteufl (Lebensministerium)

 

 

 

Milch, Macht und Märkte
Mirko Tomic
26 Min Deutschland 2008 DE

Nur wenige wissen, welche Auswirkungen der niedrige Milchpreis in Europa auf afrikanische Milchbauern
haben kann. Durch die Handelsliberalisierung - gestützt von Milliarden Euro für die Agrarwirtschaft - wird
immer mehr Milch produziert. Die Überproduktion gefährdet auch die kleinen Milchbauern in Dritte Welt-
Ländern wie Afrika, doch Protest gegen die Liberalisierungspolitik zeigt kaum Wirkung.

Hauptsache billig - das ist für viele Kunden hierzulande das entscheidende Kriterium beim Einkauf. Das gilt
auch für den täglichen Liter Milch. Zu Dumpingpreisen verkaufen viele Supermärkte dieses Lebensmittel. Den
Kunden freut's. Dass aber der Milchpreis in Europa auch direkte Folgen für ärmere Länder auf anderen
Kontinenten hat, ist kaum jemandem klar.

Durch die Handelsliberalisierung wird immer mehr Milch produziert, die zu günstigsten Preisen in den
Supermärkten landet. Effektiv arbeitende Großbetriebe verdrängen Kleinbauern und ruinieren so gewachsene
landwirtschaftliche Strukturen. Hochsubventionierte Überschüsse werden zu Niedrigstpreisen auf dem
Weltmarkt gehandelt - unter anderem auch in Afrika. Dort haben die Kleinbauern keine Chance mehr, ihre
Produkte zu fairen Preisen zu verkaufen. Mühselig aufgebaute lokale Milchgenossenschaften werden so
zerstört, den Bauern die Existenzgrundlage entzogen.

Die Weichen für diese Entwicklung werden von den europäischen Agrarministern gestellt. Ihre Politik zielt
darauf, auf dem globalen Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Zum Nachteil der Kleinbauern - in Europa und
Afrika

 

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 17. September 2010 )
 
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