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Ernährungssouveränität

Ernährungssouveränität ist das Recht von Menschen, über die Art und Weise der Produktion, der Verteilung und der Konsumtion von Lebensmitteln selbst zu bestimmen. Sie ist das Recht zur demokratischen Gestaltung des eigenen Agrarsystems, ohne dabei Anderen oder der Umwelt zu schaden.

Aktuell ist dieses Recht wenig gegeben: Wenigen mächtigen Institutionen und Großkonzernen dominieren die Entscheidungsprozesse. Kleinbäuerliche Strukturen werden zerstört, Ungleichheit wird produziert. Profitversprechen wiegen schwerer als Nutzen und Qualität der Nahrungsmittel selbst. Und industrielle Produktion ist von fossilen Treibstoffen und chemischen Hilfsmitteln abhängig, erkennt die Begrenztheit der Ressourcen wie Boden und Wasser nicht an und trägt zum Klimawandel und verschlechterten Arbeitsbedingungen bei.

Das Konzept wurde Mitte der 1990er-Jahre von der weltweiten Kleinbäuer_innen-Organisation La Via Campesina entwickelt und versucht, dem entgegen, Gestaltungsspielräume für eine andere, ökologisch nachhaltige und sozial gerechte Zukunft anzueignen. Als Teil der Via Campesina kämpft auch die ÖBV für diesen fundamental hinterfragenden Paradigmenwechsel.



Termine

Apr
26
Do
Solidarisch Wirtschaften (Trotz Anmeldeschluß ev.noch Restplätze verfügbar!!) @ Wien, Kärnten und Südtirol
Apr 26 – Apr 27 ganztägig

Neuer Lehrgang

in 4 Modulen, jeweils Do/Fr von Apr- Nov 2018

Information vom 27. März: Auf Anfrage ev. auch nach Anmeldeschluss noch Restplätze verfügbar!

 

Folder zur Veranstaltung hier.

Der Lehrgang richtet sich an Personen und Gruppen, die
  • solidar-ökonomische Initiativen, Projekte und Betriebe aufbauen möchten oder
  • bereits im Tun sind, dabei Neuorientierung suchen, Veränderungen gestalten und gute Entscheidungen treffen wollen,
  • sowie an MultiplikatorInnen
Lehrgangstermine
26.-27.04.2018 (Do-Fr), Wien
05.-06.07.2018 (Do-Fr), Friesach (Kärnten)
27.-28.09.2018 (Do-Fr), Südtirol
15.-16.11.2018 (Do-Fr), Wien

Inhalte

  • Aufbau- und Veränderungsprozess von solidar-ökonomischen Initiativen/Betrieben
  • Eigentums-, Rechts- und Finanzierungfragen
  • Demokratische Organisation, nicht-hierarchische Organisationsformen, Selbstorganisation
  • Kommunikation, Entscheidungsfindung, Selbstreflexion
  • Ausgewählte Praxisfelder: Genossenschaften, Commoning, Ernährung und Landwirtschaft, Solidarisch/gemeinschaftlich Wohnen und Leben
  • Perspektiven solidar-ökonomischen Wirtschaftens: sozial-ökologische Transformation, nicht-kapitalistisches Wirtschaften, Wirtschaftsdemokratie u.a.

BeraterInnen
Den TeilnehmerInnen stehen erfahrene PraktikerInnen und ExpertInnen zur Verfügung: Andrea*s Exner, Burghard Flieger, Margit Fischer, Jutta Habe, Brigitte Kratzwald, Leo Kudlicka, Gabriele Lindner, Karl Staudinger, Wolfgang Weber u.a.

Lehrgangsleitung und -begleitung: Markus Blümel, ksoe

Kosten: 960 Euro exklusive Unterkunft und Verpflegung, Ermäßigung auf Anfrage möglich

Nähere Informationen und Anmeldung

Konstanze Pichler, , 0 1-310 51 59 – 72

Die Anmeldung wird durch Bestätigung der Lehrgangsleitung wirksam.

In Kooperation mit

Friesach im Wandel/Transition Town Friesach; ÖBV – Via Campesina Austria; Rückenwind – Förderungs- und Revisionsverband gemeinwohlorientierter Genossenschaften; Contraste – Zeitung für Selbstorganisation (Medienpartner)

Folder zur Veranstaltung hier.

Mai
8
Di
Buchpräsentation- Franz Rohrmoser: Mein Einsatz für bäuerliche Zukunft @ Gesundheitszentrum "Goldenes Kreuz"
Mai 8 um 19:00

Die Revolution für eine demokratische Ernährungspolitik hat begonnen!

Franz Rohrmoser stellt seine Autobiografie “ Mein Einsatz für bäuerliche Zukunft“ vor, in der er von seinem bewegten Leben erzählt. So geht der geborene Bergbauernsohn Ende der 60er Jahre als Entwicklungshelfer nach Brasilien und gründet später die „Österreichische Bergbauernvereinigung“ und die „Entwicklungswerkstatt Austria“. Heute unterstützt er die IG Milch in ihrem Kampf für eine nachhaltige demokratische Lebensmittelpolitik.

Die Gäste des Abends sind:

  • Franz Rohrmoser, Ernährungsrebell
  • Dr. Andreas Wagner, Lektor

Moderation durch: Martina Walch

Hier finden sich der Flyer: Flyer Buch Rohrmoser 2-seitig A5-1

und das Plakat: Plakat Buch Rohrmoser-1 zur Veranstaltung.

 

Mai
30
Mi
Nyéléni Frühjahrstreffen am Klimacamp @ Biohof Vogt
Mai 30 – Jun 2 ganztägig

Gutes, gesundes und lokal angepasstes Essen für alle Menschen zugänglich zu machen ist die Vision der Bewegung für Ernährungssouveränität. Dieses scheinbar einfache Ziel ist eine riesige Herausforderung für unsere Gesellschaft: Millionen von Menschen leiden an Hunger und Mangelernährung und sind gezwungen, sich von ungesunden Nahrungsmitteln zu ernähren, die unter Ausbeutung von Menschen und Natur produziert werden. Ernährungssouveränität setzt den akuten Krisen unserer Zeit die Vision einer bäuerlichen und vielfältigen Landwirtschaft, die unser Klima schützt entgegen. Dazu müssen jene die Lebensmittel produzieren, verarbeiten und verteilen, mitentscheiden, wie wir uns künftig ernähren.

Das diesjährige Frühjahrtreffen der Bewegung für Ernährungssouveränität wird vom 30. Mai – 02. Juni 2018, angegliedert an das Klimacamp stattfinden. Die Zelte des Camps werden in Obersdorf bei Wolkersdorf (20 Minuten mit der S- Bahn von Wien) auf dem Hof von ÖBV-Bäuerin Maria Vogt aufgeschlagen.

Anmeldung, Anreisebeschreibung weitere Infos zum gesamten Klimacamp findet ihr hier.

Wer wegen der Schlafsituation im Zelt sonst nicht zum Frühjahrstreffen kommen würde, kann sich bis 16 .Mai unter melden.

Geplante Programmpunkte sind u.a. Workshops zu direktfinanzierten Hofkollektiven, Handelspolitik und Konzernmacht, und Energiedemokratie und auch eine Einkoch-Küche. Ein Detailprogamm folgt.

Wir laden alle Interessierten ein dabei zu sein! Egal ob Ernährungssouveränität für Dich neu ist, oder Du in einem Thema Expert*in, ob Du Bäuerin/Bauern oder an der Uni bist, ob Du Freude am Gärtnern hast, oder lieber ein Buch zum Thema liest…

Das Programm des Forums und des ganzen Camps wird vielfältig sein und Austausch ermöglichen. Sei dabei, werde Teil der Bewegung für Ernährungssouveränität!

Wir möchten dagegen aufstehen, dass unsere Umwelt zerstört wird und Menschen in anderen Teilen der Welt ihr Recht auf Nahrung und ein gutes Leben abgesprochen wird. Wir haben es satt, dass unsere bäuerliche Landwirtschaft von Marktzwängen unter Druck gesetzt wird und sich all jene Menschen, die im Einklang mit Mensch, Tier und Natur Lebensmittel erzeugen, kaum gegen Industrie und Konzerne behaupten können.

Unser derzeitig global vernetztes, vielerorts industrialisiertes und viel zu sehr nach den Interessen einzelner großer Konzerne ausgerichtetes Lebensmittelsystem trägt massiv zum Klimawandel bei und beutet Menschen aus. Gleichzeitig ist es gerade die Landwirtschaft, die besonders früh und gravierend die Auswirkungen des Klimawandels zu spüren bekommt. Wie unsere Nahrungsmittel von wem und unter welchen sozialen, politischen und ökologischen Bedingungen produziert und verteilt werden ist damit nicht weg zu denken aus der breiten Bewegung für eine gute, gerechte Umwelt- und Klimapolitik und vice versa! Darum reisen wir aufs Klimacamp!


Artikel

17. April 2018

Neue Broschüre zu Ernährungssouveränität

In 20 kurzen Artikeln und Grafiken werden Probleme und Widersprüche im globalen Lebensmittel- und Agrarsystem diskutiert, sowie zahlreiche Alternativen vorgestellt.
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17. April 2018

Zivilgesellschaftliches Bündnis alarmiert: Die EU und Österreich versuchen UN-Erklärung für Rechte von Kleinbauern zu verwässern

Bei der letzten Verhandlungsrunde der Arbeitsgruppe des Menschenrechtsrats vom 9. bis 13. April 2018 haben die EU und Österreich eine Erklärung für die Rechte von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen und anderen Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten, torpediert. Sie weigern sich, grundlegende Rechte von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen anzuerkennen. Ein zivilgesellschaftliches Bündnis aus bäuerlichen, entwicklungspolitischen und Menschenrechtsorganisationen schlägt Alarm und fordert stattdessen die EU und Österreich auf, sich für eine Erklärung einzusetzen, die die Rechte der ländlichen Bevölkerung stärkt. Die Erklärung wird voraussichtlich im Juni 2018 dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen zur Annahme vorgelegt.
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10. April 2018

ÖBV und FIAN fordern: Bundesregierung muss sich klar zu Rechten von Bauern und Bäuerinnen weltweit bekennen und UN-Erklärung zustimmen

Die österreichische Bundesregierung hat die große Chance, die Rechte von Bauern und Bäuerinnen weltweit zu stärken. Das betont ein zivilgesellschaftliches Bündnis aus Bauernorganisationen, entwicklungspolitischen und Menschenrechtsorganisationen anlässlich der voraussichtlich letzten Verhandlungsrunde des UN-Menschenrechtsrats zur Erklärung der Rechte von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen. Die ÖBV und FIAN Österreich fordern: Damit die Menschenrechte ländlicher Bevölkerungsgruppen weltweit umfassender geschützt werden können, muss die Bundesregierung der Erklärung dringend zustimmen.
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30. März 2018

200 Jahre Friedrich Wilhelm Raiffeisen: Ein Raiffeisen-Konzern zur bäuerlichen Selbsthilfe? Das kann nicht gut gehen!

Anlässlich des 200. Geburtstags von Raiffeisen unterstützt die ÖBV-Via Campesina die Solidaritätsaktion am 29. März 2018 für diskriminierte Bauern und Bäuerinnen am Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz in Wien. Die ÖBV hält an diesem Jahrestag fest: Aus der lokalen Selbsthilfeorganisation ist ein globaler Konzern geworden. Bäuerliche Solidarität und Selbsthilfe ist damit ins Hintertreffen geraten.
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23. März 2018

„Der Wert unserer kleinen Höfe für ein gutes Leben“: Workshops, Film, Diskussionen

Von Fr, 6. April – So, 8. April setzen wir uns in der Landwirtschaftlichen Landeslehranstalt Rotholz (Tirol) eingehend mit der Bedeutung der kleinen Höfe für ein „gutes Leben für alle“ auseinander. Im Zuge von Workshops, der Vorführung des Films „System Milch“ und Diskussionen tauschen wir uns einerseits über die aktuelle Situation aus und andererseits soll ...
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12. März 2018

Alternativen zu TTIP, CETA & Co : Neue Plattform „Anders Handeln“ startet

Breites Bündnis fordert Kurswechsel der EU-Handelspolitik
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20. Februar 2018

12.3. Start: Anders Handeln – Auftaktveranstaltung: Das Bündnis TTIP STOPPEN heißt jetzt Anders Handeln

Am 12. März wollen wir Euch die neue “Plattform Anders Handeln – Globalisierung gerecht gestalten”, vorstellen. Gemeinsam können wir mehr als TTIP und CETA Stoppen. Kommt deshalb am 12.03 um 17 Uhr ins WUK! Wir bleiben weiterhin eine Stimme für eine gerecht gestaltete Globalisierung und gegen die neoliberale Freihandelsagenda. Bereits 2014 haben wir begonnen eine breite Zivilgesellschaft hinter der Kampagne TTIP STOPPEN zu versammeln. Gemeinsam haben mehr als 60 Organisationen gegen TTIP, CETA und TiSA gekämpft – und das mit Erfolg! Wir haben es geschafft CETA und der EU Kommission Steine in den Weg zu legen und TTIP vorerst zu verhindern!
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17. Februar 2018

„Solidarisch Wirtschaften“ – Neuer Lehrgang der KSÖ (Auf Anfrage trotz Anmeldeschluß ev. noch Restplätze verfügbar!!)

Neuer Lehrgang in 4 Modulen von April - November 2018

Der Lehrgang richtet sich an Personen und Gruppen, die
  • solidar-ökonomische Initiativen, Projekte und Betriebe aufbauen möchten oder
  • bereits im Tun sind, dabei Neuorientierung suchen, Veränderungen gestalten und gute Entscheidungen treffen wollen,
  • sowie an MultiplikatorInnen
Information vom 27. März: Auf Anfrage ev. auch nach Anmeldeschluss noch Restplätze verfügbar!
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30. Januar 2018

Radiosendung zu ÖBV-Workshop „Lustvoll engagieren!“ im Freien Radio Salzkammergut

Das Freie Radio Salzkammergut hat eine Sendung über den ÖBV-Workshop "Lustvoll engagieren - Gemeinsam für ein gutes Leben für alle" gestaltet. Wir empfehlen diese großartige Sendung über die ÖBV und befreundete Initiativen im Internet anzuhören und danken Mario Friedwagner, Silvia Mauskoth und allen anderen Beteiligten für die Gestaltung!  Zum Anhören hier klicken!
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29. Januar 2018

Wintertagung: Milchseen und Butterknappheit sind die logische Folge einer verfehlten Agrarpolitik, wir wollen Lösungen!

Neue Ausgabe der Bauernpost veröffentlicht: Für eine demokratische Lebensmittelpolitik!
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Literatur