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Info

Außerfamiliäre Hofübergabe

Es ist heute nicht mehr selbstverständlich, dass die Kinder den Hof der Eltern übernehmen. Gleichzeitig gibt es immer mehr Menschen, die nicht auf einem Hof aufgewachsen sind, oder die weichende Erb_innen sind, und aber trotzdem einen Hof bewirtschaften möchten. Wir möchten diese „außerfamiliäre Hofübergabe“, aber auch Hofgemeinschaften und Betriebsgemeinschaften fördern, weil wir der Meinung sind, dass es viele kleine Höfe und mehr Bäuerinnen und Bauern braucht!

Seit 2009 arbeitet die ÖBV daher zu dem Thema außerfamiliäre Hofübergabe. Im Jahr 2010 wurde ein Seminar zu außerfamiliären Hofübergabe konzipiert. Weiters haben wir die Studie „Ich habe mir meine Erben selbst ausgesucht“ bei Expertin Andrea Heistinger in Auftrag gegeben. Invalid download ID.

Aufgrund der regen Nachfrage hat die ÖBV von 2011 bis 2017 eine Hofbörse für außerfamiliäre Hofübergabe auf unserer Website angeboten, die das große Interesse für dieses Thema sichtbar macht.

Seit 2017 betreibt das Netzwerk Existenzgründung in der Landwirtschaft (NEL) die Hofbörse „Perspektive Landwirtschaft“ an die wir unsere Hofbörse übergeben haben.



Termine

Apr
28
Sa
ÖBV-Exkursion nach Kärnten @ Kärnten
Apr 28 – Mai 1 ganztägig

Heuer geht die gemeinsame Reise im Frühling nach Kärnten, wo es viel kreatives Potential und spannende Organisationsformen in der Landwirtschaft zu entdecken gibt.

  • Wir starten im wunderschönen Rosental und diskutieren mit Olga und Markus Voglauer über ihre Idee vom „logischen landwirtschaften“, Heumilch, Direktvermarktung und Heutrocknungstechnik. Weiters können wir uns mit den Bäuer_innen der KIS (Bäuerliche Bildungsgemeinschaft der slowenischen Volksgruppe in Kärnten) vernetzen.
  • Danach geht es nach Waisenberg zu Familie Nuart, die seit über 30 Jahren Schafmilchspezialitäten in der bäuerlichen Hofkäserei herstellt und über Direktvermarktung und eine besondere Betriebspartnerschaft vieles zu erzählen weiß.
  • Dort treffen wir auch Isa Pribernig aus dem Görtschitztal, die über ihre leidvollen Erfahrungen im HCB-Skandal berichten wird.
  • Am nächsten Morgen sind wir am kleinen Selbstversorgerhof von Eva Schmid in Ebersdorf zu einem Biofrühstück angemeldet.
  • Dann geht es weiter nach Eisenkappel/Železna Kapla, wo wir Heike Schiebeck am vielfältigen Bergbauernhof der Kooperative „Longo mai“ besuchen. Die Gemeinschaft betreibt Schafhaltung, Forstwirtschaft, Imkerei, Gemüsegarten, politischer Arbeit und einiges mehr.
  • Im Museum am Peršmanhof tauchen wir ein in die Geschichte der – großteils bäuerlichen – antifaschistischen Kärntner Partisan_innen.
  • Am nächsten Morgen besichtigen wir die Molkerei „Kaslabn“ in Radenthein, die Michael Kerschbaumer gemeinsam mit einer Gruppe von innovativen Bäuer*innen vor kurzem gegründet hat. Die Genossenschaft verarbeitet Heumilch von Kühen und Ziegen zu herrlichem Käse, hat mit der Architektur des Gebäudes einen Nerv getroffen und einige Preise eingeheimst.
  • Dann geht es weiter nach Spittal zu Familie Ertl, die den Hof gleich an zwei ihrer Kinder übergeben hat, denn ein achtsamer Umgang mit der Natur benötigt wieder mehr pflegende Hände, davon sind sie überzeugt. Hier können wir über die Lebensleistung der Milchkühe, biologischen Gemüse- und Ackerbau sowie vieles mehr diskutieren.
  • Wer danach noch nicht wieder den Heimweg antreten will oder muss, kann noch für einen Tag nach Italien mitreisen, wo Kaspar Nickels und Marina Tolazzi („Tiere Viere“) im kleinen Bergdorf Dordolla in Val Aupa unter schwierigen Bedingungen Berglandwirtschaft und Kultur zu erhalten versuchen. Die Exkursion wird vorbereitet und begleitet von der ÖBV-Regionalgruppe Kärnten, deren Mitglieder wir auch besuchen.

Beginn: Sa, 28.April, 13:15, Bahnhof Klagenfurt
Ende für 3-Tages-Variante: Mo, 30. April, 17:30 Bahnhof Spittal/Drau (optional 15:30)
Ende für 4-Tages-Variante: Di, 1. Mai, 17:00 Bahnhof Villach
Die An- und Abreise nach Kärnten bitte selber mit dem Zug organisieren! Wir empfehlen rechtzeitig Sparschiene-Tickets der ÖBB zu buchen! In Kärnten sind wir dann mit einem Bus oder Kleinbussen unterwegs.

Exkursionsgebühr für 3-Tages-Variante (inkl. Bus in Kärnten, Besichtigungen, Übernachtungen, Essen etc.): ca. 250-300 Euro für ÖBV-Mitglieder/ca. 280 -330 Euro für Nicht-Mitglieder. Frühbucherbonus bis 26. März: minus 20 Euro! Genauere Infos bald auf: www.viacampesina.at unter „Termine“. Bei Bedarf nach Ermäßigung bitte melden!

Wir bitten um Anmeldung möglichst bis 26. März (damit bei Bus und Hotels keine Stornogebühren anfallen): , 01 89 29 400

Mai
7
Mo
Alte Höfe – neue Wege @ Alten Rössle
Mai 7 um 19:30 – 21:30

Die Hofbörse Perspektive Landwirtschaft
stellt sich vor

VORSTELLUNG – IMPULSBEITRÄGE – DISKUSSION

Simon Vetter (Verein Bodenfreiheit) – Tino Ricker (LK Vorarlberg)
Laura Mathies (Neueinsteigerin, ÖBV-La Via Campesina)
Leonhard Pfister (Landwirt, sucht Hofnachfolge), Stefan Schartlmüller (Moderation)

Eine Anmeldung unter erleichtert uns die Planung.

Flyer: Alte Höfe – neue Wege

Mai
8
Di
Alte Höfe – neue Wege @ LFS Alt Grottenhof
Mai 8 um 19:00 – 21:00

Die Hofbörse Perspektive Landwirtschaft
stellt sich vor

VORSTELLUNG – IMPULSBEITRÄGE – DISKUSSION

Anna Kandlbauer (Bäuerliches Sorgentelefon) – Stephan Pabst (FH Joanneum)
Eduard Ulreich (Lebens-, Unternehmens- und Sozialberater Zukunft Bauernhof)
Anneke Engel & Mira Palmisano (ehemalige Hofsuchende, ÖBV-La Via Campesina)

Eine Anmeldung unter erleichtert uns die Planung.

Flyer Alte Höfe – neue Wege

Mai
15
Di
Alte Höfe – neue Wege @ Universität für Bodenkultur
Mai 15 um 17:00 – 21:00

Die Hofbörse Perspektive Landwirtschaft
stellt sich vor

VORSTELLUNG – TESTIMONIALS – IMPULSBEITRÄGE – DISKUSSION

17:00 – 19:00: Session I – Vorstellung und Testimonials
Präsentation Perspektive Landwirtschaft
Stefan Singer & Anna Pflanzner (Existenzgründer*innen)
Porträt zweier Höfe ohne Nachfolge
19:30 bis 21:00: Session II – Impulsbeiträge und Publikumsdiskussion
David Jelinek (ÖBV- La Via Campesina)
Vertreter*in der Abt. Ländliche Entwicklung, Bergbauern- und Regionalpolitik der LKÖ
Dipl.-Ing Dr. Manuela Larcher (Institut für Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, BOKU)
Lorenz Glatz (Stiftung Munus – Boden für ein gutes Leben)
Vertreter*in von habiTAT

Eine Anmeldung unter erleichtert uns die Planung.

Flyer Alte Höfe-Neue Wege

Mai
23
Mi
Alte Höfe – neue Wege @ Biohof Vogt
Mai 23 um 18:00 – 20:30

Die Hofbörse Perspektive Landwirtschaft
stellt sich vor

KINO AM HOF: NEUE WEGE IN DIE LANDWIRTSCHAFT

‚Bauer sucht Crowd‘ (Ö 2015)
Kurzfilmporträts von Existenzgründer*innen (Perspektive Landwirtschaft)
Dieser Abend ist Teil der Veranstaltungsreihe ‚Kino am Hof‘ im Vorfeld des 3. Österreichischen
Klimacamps in Kooperation mit System Change not Climate Change, minimal.is.muss und der ÖBV

18:00h Essen
19:00h Filme

Flyer Alte Höfe-Neue Wege


Artikel

30. März 2018

200 Jahre Friedrich Wilhelm Raiffeisen: Ein Raiffeisen-Konzern zur bäuerlichen Selbsthilfe? Das kann nicht gut gehen!

Anlässlich des 200. Geburtstags von Raiffeisen unterstützt die ÖBV-Via Campesina die Solidaritätsaktion am 29. März 2018 für diskriminierte Bauern und Bäuerinnen am Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz in Wien. Die ÖBV hält an diesem Jahrestag fest: Aus der lokalen Selbsthilfeorganisation ist ein globaler Konzern geworden. Bäuerliche Solidarität und Selbsthilfe ist damit ins Hintertreffen geraten.
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1. Dezember 2017

Neue Hofbörse für außerfamiliäre Hofübergabe – Perspektive Landwirtschaft

„Ich hab mir meine Erben selbst ausgesucht“

Immer mehr Bauernfamilien finden keinen Hofnachfolger und keine Hofnachfolgerin innerhalb der Familie. Gleichzeitig gibt es in Österreich immer mehr Menschen, die gerne in der Landwirtschaft arbeiten wollen. Die neue Hofbörse „Perspektive Landwirtschaft“ bringt diese beiden Seiten zusammen.
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17. März 2017

Zeitschrift: Böden aufbrechen

Unsere neue Zeitung: Wege für eine bäuerliche Zukunft ist da! Böden aufbrechen ist diesmal das Thema. Brigitte Reisenberger, Franz Rohrmoser, Hermann Pennwieser, Paul Ertl und viele andere schreiben über Landraub, Hofübergabe, den idyllisch freien Markt den es nicht gibt und die Bodenfrage in der Sozialdemokratie. Mit einem Kommentar von Julianna Fehlinger zu Boden-Kultur Der Boden ist die Grundlage unseres bäuerlichen Wirtschaftens – sonnenklar! Doch auch die Agrarindustrie kommt trotz all der Technik und Chemie nicht ohne den Zugang zu Land aus. Mittlerweile haben auch viele Akteur_innen außerhalb der Landwirtschaft erkannt, dass Boden nicht nur für die Lebensmittelerzeugung unumgänglich ist, sondern auch für die Produktion von Energie. In Zeiten, in denen der Zugang zu fossilen Brennstoffen immer schwieriger wird und gleichzeitig Boden durch falsche Bewirtschaftung verloren geht, wird der ökonomische Wettstreit um unseren Boden immer schlimmer. Das spüren auch Bauern und Bäuerinnen, die trotz sinkender Zahl an Betrieben immer höhere Preise für Pacht und Kauf zahlen müssen. Dadurch konzentriert sich Land in den Händen jener, die es sich leisten können, die hohen Pacht- und Kaufpreise zu zahlen – bei uns ebenso wie in anderen Regionen dieser Erde.
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Literatur

Andrea Heistinger 2012: „Ich habe mir meine Erben selbst gesucht“. Ergebnisse eines Forschungsprojekts zu Möglichkeiten eines Einstiegs in die Landwirtschaft in Österreich. In: Zeitung für Agrargeschichte und Agrarsoziologie, Heft 2/20122/ SS 100-116. – siehe Downloads