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Milch

Derzeit ist die Milchwirtschaft Österreichs und Europas stark exportorientiert: Berg- und Kleinbetriebe werden benachteiligt und die Anzahl der Betriebe sinkt laufend.
Das Wohl der Kühe wird durch Zucht auf Hochleistung und Kraftfuttereinsatz beeinträchtigt. Futtermittelimporte und Exporte von Milchüberschüssen haben verheerende Auswirkungen auf landwirtschaftliche Produktion außerhalb Europas. Schwankende Preise werfen Bauern und Bäuerinnen in prekäre Situationen und zerstören ihre Einkommensmöglichkeiten.

In einem Positionspapier schlägt die Milchgruppe der ÖBV konkrete Schritte hin zu einer kleinbäuerlichen und alternative Milchwirtschaft vor – zu artgerechter Tierhaltung, Importbeschränkungen für Futtermittel und mehr Mitspracherecht der Produzent_innen und Konsument_innen in der Ausrichtung der Agrarpolitik anstelle eines unhinterfragten Exportprinzips der Agrarindustrie.



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Artikel

31. März 2017

Milchaktion

Aktion am 31.März 2017, ab 10 Uhr in Linz

beim Raiffeisengebäude (Schillerstr., Ecke Khevenhüllerstr.) am Südbahnhofmarkt Den idyllischen freien Milchmarkt gibt es nicht! Der Milchmarkt ist in einer schweren Krise. Das Abschaffen der Milchquote mit 1. April 2015 hat zu einer vorhersehbaren Überproduktion geführt und die Milchpreise auf Talfahrt geschickt. Überschüsse werden exportiert und zu Dumpingpreisen verkauft. Viele Bauern und Bäuerinnen in ganz Europa sind durch die drastisch fallenden Preise in ihrer Existenz bedroht. Aber auch ihre Kolleg_innen im Globalen Süden können dem Preisdruck nicht Stand halten. Die bisher getroffenen Maßnahmen der Politik sind nur kurzfristig gedacht und bringen keine langfristigen Perspektiven. Gleichzeitig stehen Milchbäuerinnen und -bauern in einer großen Abhängigkeit von den Molkereien und können kaum zu anderen Verarbeitern wechseln. Der österreichische Raiffeisenverband verarbeitet und verkauft 95% der in Österreich produzierten Milch. Sie sind damit wesentlich mit Verantwortlich für die Überproduktion und die schlechte Situation der Milchbäuerinnen und -bauern. Ernährungssouveränität sieht anders aus!
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3. März 2017

Milchdialog: Heiße Eisen werden nicht angegangen

ÖBV: Konstruktive Gesprächsatmosphäre allein wird Situation der Milchbäuer_innen nicht verbessern. Am Donnerstag, den 1. März fand auf Einladung des Vorarlberger Landwirtschaftskammerpräsidenten Moosbrugger der zweite „Milchdialog“ statt. Auch, wenn die Teilnehmer_innen von einer konstruktiven Gesprächsatmosphäre berichten, sind Lösungsansätze für die nach wie vor dramatische Situation der Milchbauern und -bäuerinnen nicht in Sicht. Insbesondere die Frage der Überschussproduktion von Milch wurde ausgeklammert. Judith Moser-Hofstadler, Milchbäuerin in Oberösterreich und Vorstandsmitglied der ÖBV-Via Campesina Austria: „Wir begrüßen es, dass Präsident Josef Moosbrugger zu einer Fortsetzung des Milchdialogs eingeladen hat. Leider wurde aber - wie beim ersten Milchdialog 2016 - eine Mengenregulierung auf nationaler oder europäischer Ebene gar nicht diskutiert. Statt darüber nachzudenken, wie Steuergelder dafür eingesetzt werden können, die Überschussproduktion zu exportieren, sollten wir endlich sinnvolle Maßnahmen zur Begrenzung der Mengen einführen.“
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23. Februar 2017

ÖBV gegen das Pflanzengift Glyphosat

Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Pestizid. Rückstände finden sich in unserem Essen und der Einsatz von Pestiziden macht Bäuerinnen und Bauern abhängig von Chemiekonzernen. Vor etwas mehr als einem halben Jahr wurde durch den Widerstand zivilgesellschaftlicher Initiativen die Wiederzulassung des Pflanzengift Glyphosat für weitere 15 Jahre verhindert. Am Ende wusste sich die EU nicht anders zu helfen, als die Entscheidung um 18 Monate zu vertagen. Ende dieses Jahres steht erneut die Wiederzulassung in der EU zur Abstimmung. Deshalb unterstützen wir die Europäische Bürgerinitiative „Stop Glyphosat“. Damit sie erfolgreich wird, braucht es eine Million Unterschriften aus mindestens sieben EU-Ländern. Dann müssen sich das EU-Parlament und die EU-Kommission mit unserem Anliegen befassen. Wir sagen Nein zu Glyphosat! Bitte unterzeichnet unter: www.global2000.at/stop-glyphosat     
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