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Das war das Nyéléni Herbsttreffen 2022! published on

Das war das Nyéléni Herbsttreffen 2022!

Nachlese und Infos zur Frage, wie es weitergeht:

Beim Nyéléni-Herbsttreffen der Bewegung für Ernährungssouveränität in Krems (NÖ) von 28.-30.10.2022 wurde an gemeinsamen Gestaltungsspielräumen für eine sozial gerechte und ökologisch nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung gearbeitet. 150 Menschen sind gekommen, um sich zu vernetzen, neue Ideen auszutauschen und das Engagement und Alternativen auf unterschiedlichen Ebenen voranzutreiben.

Was sind unsere Antworten und Alternativen angesichts der aktuellen Vielfachkrisen? Wie können wir uns dafür gegenseitig stärken und gemeinsam handlungsfähiger werden? Welche Herausforderungen stehen vor uns? Welche demokratischen und solidarischen Alternativen gibt es?

Diese Fragen haben wir in den vielen Workshops und auf der Podiumsdiskussion am Freitag, den 28.10.2022 gestellt und gemeinsam diskutiert.

Wir danken allen Helfer:innen, Unterstützer:innen und Gastgeber:innen dafür, dass dieses tolle Herbsttreffen ermöglicht wurde!

 

Freitag, 28. Okt 2022

Die Podiumsdiskussion unter dem Titel “Gutes Essen für alle! Ernährungssouveränität jetzt statt Krisen ohne Ende!” ist hier nachzusehen:

ÖBV Via Campesina Austria Live Stream

Welche Rolle spielt und welche Antworten kann Ernährungssouveränität in dieser Zeit der sich gegenseitig beeinflussenden Vielfachkrisen geben? Wie kann die Nyéléni-Bewegung für Ernährungssouveränität im Sinne eines demokratischen und solidarischen Wandels handlungsfähiger werden?

Moderiert von Elisabeth Jost (FIAN Österreich) mit folgenden Podiumsgästen:

  • Olcay Bingöl (Technical Secretariat von Nyéléni Europe and Central Asia Food Sovereignty Network sowie International Policy Officer der Europäischen Koordination von Via Campesina, ECVC)
  • Almudena Garcia Sastre (EU Policy and Advocacy Officer bei FIAN Europe)
  • Franziskus Forster (Politischer Referent bei der ÖBV-Via Campesina Austria)
  • Cordula Fötsch (Sezonieri-Kampagne für die Rechte von Erntearbeiter_innen in Österreich)

Nach den Berichten und Einblicken in die Lage der jeweiligen Bereiche wurde sehr deutlich, dass die letzten 25 Jahre der Arbeit für und mit Ernährungssouveränität äußerst wichtig waren und heute viele ganz zentrale Anknüpfungspunkte für hunderte Millionen Menschen in der Bewegung weltweit bieten. Es wurde jedoch auch sehr deutlich, dass wir unsere Kooperationen über verschiedene Ebenen (global bis lokal) und Felder (von der bäuerlichen agrarökologischen Produktion bis zur solidarischen Organisation des Konsums) viel mehr noch ausbauen müssen. Der aktuelle Nyéléni-Prozess bietet dafür viele Möglichkeiten, die wir auch in Österreich unterstützen können. Wir sollten uns gegenseitig stärken und voneinander lernen. Eine Herausforderung sind aktuell die vielen Ansätze der Vereinnahmung und des Greenwashing, sowie das Problem, dass in jahrzehntelanger Arbeit errungene demokratische Räume nun von mächtigen Akteuren wieder zurückgedrängt werden. Diskutiert wurde auch über die Frage, wie wir uns auch mit anderen Bewegungen noch viel enger vernetzen können und was wir aus diesen Erfahrungen lernen können. Abschießend wurde klar, wie wichtig es ist, Alternativen und konkrete Projekte vor Ort zu schaffen und zu stärken und zugleich auch Räume wie das Nyéléni-Herbsttreffen weiterhin dafür zu nutzen, dass Austausch, Vernetzung und Raum für Neues entstehen kann. In diesem Sinne war diese Podiumsdiskussion auch nach einer lebendigen Diskussion ein sehr guter Auftakt für das spannende Wochenende.

Österreich-Premiere des Films “Kompost sein” (DE)
Im Anschluss an die Podiumsdiskussion wurde dann die Österreich-Premiere des Dokumentarfilms „Kompost sein“ (30 min, nähere Infos hier) mit anschließendem Filmgespräch organisiert. Live aus Patagonien war dabei der Filmemacher Severin Halder online zugeschalten, wodurch auch ein sehr spannendes Filmgespräch stattfinden konnte.

RADIOSENDUNG: “DIE KÄMPFE UM BODEN: DIE BEWEGUNG FÜR ERNÄHRUNGSSOUVERÄNITÄT” (30 MIN)
David Steinwender hat im Rahmen des Boden-Schwerpunkts der Freien Radios auf Radio Helsinki eine tolle Radiosendung vom Herbsttreffen gestaltet, in der er von verschiedenen Workshops und Veranstaltungen im Rahmen des Nyéléni-Herbsttreffens berichtet und sehr spannende Einblicke liefert!

Die Sendung ist hier nachzuhören.

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Die Berichte von den Workshops und die Dokumentation der Ergebnisse und Materialien wird in Kürze ergänzt!

14:30-17:30 Workshop-Phase I

  • WS 1: Crashkurs Ernährungssouveränität
  • WS 2: Ernährungssouveränität global: Der Nyéléni-Prozess / The global Nyéléni process (ENG)
  • WS 3: Platz schaffen für Ernährungssouveränität! Landnutzung und Bodenpolitik
  • WS 4: Film „Queer Gardening“ mit Austausch und Diskussion (abgesagt)

 

Samstag, 29. Okt 2022

9:00-12:00 Workshop-Phase II

  • WS 5: Saatgut, neue Gentechnik und Patente: Ohne Saatgutsouveränität keine Ernährungs-souveränität!
  • WS 6: Klima(schein)lösungen – Strategien gegen Greenwashing & Corporate Capture
  • WS 7: Food Justice: Von einem karitativen Ansatz hin zu einem ermächtigten Zugang zu gutem Essen
  • ZS 1: Impulsvorträge & Diskussion:
    Von Lebensmitteln aus irgendwo zum guten Essen für Alle; Genossenschaftliche Impulse für regionales Wirtschaften; Ernährungssouveränität und Systemwandel jetzt! (Zukunftssymposium)

13:30/14:00 -17:00/17:15 Workshop-Phase III

  • WS 8: Gemeinschaftsverpflegung als Hebel in der Ernährungswende
  • WS 9: Landarbeiter:innen haben Rechte!
  • WS 10: Ernährungskrisen und Alternativen (abgesagt)
  • WS 11: Gemeinsam regional wirtschaften – Alternative Finanzierungs- und Organisations-modelle (Zukunftssymposium)
  • WS 12: Agrarökologie statt Wachstumszwang (Zukunftssymposium)
  • WS 13: Veränderung in die Gemeinden bringen (Zukunftssymposium)
  • WS Saatgut ist ein Menschenrecht!

18:30-20:30 Ernährungssouveränität umsetzen

Zusammenführung aller Ergebnisse von Nyéléni-Herbsttreffen und Zukunftssymposium sowie Entwicklung gemeinsamer Ideen für weitere Aktivitäten

Sonntag, 30. Okt 2022

8:30 – 10:30 Plenum der Bewegung für Ernährungssouveränität:

Download Programm

 

Schwarzes Brett: Workshops und Treffen zur Vernetzung von Initiativen (Samstag, 29.10.):

Überblick, Beschreibungen und Zeiten hier

    • Bio in der Krise? Wie weiter? Austausch- und Vernetzungstreffen für Biobauern und Biobäuerinnen (Ludwig Rumetshofer und Maria Vogt)
    • Roadmap für eine lokale agrarökologische Grassroots-Transformation (Common Ecologies School)
    • Das Recht auf Saatgut ist ein Menschenrecht – so hat es die UNO-Vollversammlung beschlossen! (Initiative Unverblümt)
    • Arbeit und Hirt*innen (Lukas Löffler und Maria Naynar)
    • Von L’atelier paysanne lernen: Ingenieure runter auf den Boden holen – Kooperationen im Bereich bäuerlicher Agrartechnik (Lukas Rachbauer)

Veranstaltet von: ÖBV-Via Campesina Austria, Ökovernetzung, FIAN Österreich

Dieses Forum wird organisiert in Kooperation mit & unterstützt durch (detailierte Infos im Programm): Verein EBI, Foodcoop Krems, Gesundheitszentrum Goldenes Kreuz, Dreikönigsaktion, Sezonieri, SoLaWi Leben, PROGE, Transition Austria, Bundesministerium Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK); Codetras, Österreichische Entwicklungszusammenarbeit, FIAN International, COACH (gefördert aus EU-Mitteln), Zukunftssymposium “Demokratisch zum Guten für alle” (by Verein EBI und ÖBV-Via Campesina Austria) und gefördert aus Mitteln der ÖGPB – Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung