Skip to content
CETA: „Vorläufige“ Anwendung untergräbt die Demokratie published on

CETA: „Vorläufige“ Anwendung untergräbt die Demokratie

Parlament kann CETA noch stoppen

Am 21. September tritt CETA „vorläufig“ in weiten Teilen in Kraft. Selbst wenn die umstrittenen Konzernklagerechte noch ausgenommen sind, ist CETA schon jetzt ein Angriff auf die Demokratie, die Rechte von ArbeiternehmerInnen und die Umwelt, kritisiert das Bündnis TTIP STOPPEN, das von Attac, GLOBAL 2000, der ÖBV – Via Campesina Austria, der Gewerkschaft Pro-Ge und Südwind getragen wird.

Bereits morgen also treten Teile des Abkommens in Kraft, die unmittelbar Einfluss auf den demokratischen Handlungsspielraum der EU-Mitgliedsstaaten nehmen. „Es wäre eigentlich ein demokratischer Mindeststandard, dass CETA erst nach der Ratifikation in allen  EU-Ländern in Kraft tritt“, kritisiert das Bündnis. Die Organisationen fordern das österreichische Parlament auf, CETA abzulehnen – egal ob vor oder nach der Wahl. Damit können Konzernklagerechte und CETA insgesamt noch gestoppt werden.

Kurzfilm zur ÖBV-Bäuerinnenaktion in Alpbach: mit Chor, Kühen und Kreativität published on

Kurzfilm zur ÖBV-Bäuerinnenaktion in Alpbach: mit Chor, Kühen und Kreativität

Wie Minister Rupprechter auf die Intervention der ÖBV-Bäuerinnen reagierte:

Endlich ist er da – der Filmclip über die ÖBV-Bäuerinnenaktion in Alpbach:

Youtube (5-Minuten-Version)

Facebook (2-Minuten-Version, funktioniert auch ohne Ton)

Das Video zeigt eindrücklich und amüsant, wie Bäuerinnen lautstark und kreativ ihre Anliegen öffentlich vortragen können. Weiters zeigt es, wie Herr Minister Rupprechter mit Kritik und politischen/künstlerischen Interventionen umgeht.

Schauplatz: Tagung „Frauen in Bergregionen“, veranstaltet vom Ministerium für ein lebenswertes Österreich. Alpbach, 18. April 2017.
Hintergrund: Die ÖBV-Frauen, die seit Jahrzehnten die Anliegen von Frauen im Berggebiet vertreten, hatten von den Organisator_innen keine Einladung für einen inhaltlichen Beitrag bekommen. Davon ließen sie sich nicht abhalten …
Protagonist_innen: ÖBV-Bäuerinnen, ein Frauenchor aus dem Mühlviertel, lebengroße Cartoon-Kühe, gestaltet von Gerhard Haderer und der ÖBV-Regionalgruppe Vöcklabruck, sowie Landwirtschaftsminister Rupprechter
Rahmenbedingungen: Aprilwetter mit Schneetreiben und Sonnenschein
Highlights: ein Bäuerinnen-Rap, ein Bäuerinnen-Manifest, ein Kuh-Raub, eine fehlende Brille, ein liegengelassener offener Brief …

Frauenkonferenz in Alpbach – Bäuerinnenaktion published on

Frauenkonferenz in Alpbach – Bäuerinnenaktion

Bäuerinnen (und Haderer-Kühe) fordern „Mehr Höfe statt Freihandel“

Es braucht 50% Frauen in allen agrarpolitischen Gremien und eine Willkommenskultur für feministische ökologische Initiativen
Im Rahmen des österreichischen Vorsitzes der Alpenkonvention findet vom 18. bis 19. April 2017 in Alpbach/Tirol die Internationale Konferenz „Frauen in Bergregionen“ statt. Die Konferenz soll „die einzigartige Rolle von Frauen in den Mittelpunkt stellen“ und „ihren unverzichtbaren Beitrag zum Schutz, der Erhaltung und der Weiterentwicklung von Gebirgsregionen beleuchten[1]“. Der Frauenarbeitskreis der Österreichischen Berg- und Kleinbäuer_innen Vereinigung (ÖBV-Via Campesina Austria) kritisiert anlässlich der Konferenz, dass es trotz aller Lippenbekenntnisse an politischem Willen fehle, ökologische, demokratische und geschlechtergerechte Initiativen im ländlichen Raum angemessen zu unterstützen.

Beteiligt Euch an der Konsultation zur GAP published on

Beteiligt Euch an der Konsultation zur GAP

Die ÖBV-Via Campesina Austria fordert alle Menschen auf, denen ein demokratisches, ökologisches und sozial gerechtes Agrar- und Lebensmittelsystem am Herzen liegt, sich an der Online-Konsultation der EU zur GAP zu beteiligen.

Die Europäische Kommission hat eine Online-Konsultation zur Modernisierung und Vereinfachung der gemeinsamen  Agrarpolitik (GAP) lanciert. Sie dient dazu, die Meinung der EU-Bürger_innen zu den zukünftigen Schwerpunkten und Zielen der Agrarpolitik einzuholen.

Im Gegensatz zur Auffassung mancher agrarischen Organisationen soll die Konsultation allen Betroffenen – also den Bauern und Bäuerinnen, den NGOs, den Interessenvertretungen und allen Bürger_innen – die Gelegenheit bieten, ihre Einschätzungen und Forderungen zur Gestaltung der Agrarpolitik (GAP) nach 2020 darzulegen. Die Konsultation läuft noch bis  2. Mai 2017. Man kann sich daran beteiligen, indem man das Antwortformular auf der Konsultations-Website ausfüllt.

Foodlinks – Wissensaustausch zur Förderung nachhaltiger Lebensmittel published on

Foodlinks – Wissensaustausch zur Förderung nachhaltiger Lebensmittel

Die ÖBV nahm von Anfang 2011 bis Ende 2013 an dem EU-finanzierten Projekt „Foodlinks – Wissensnetzwerke nützen, um nachhaltige Lebensmittel zu fördern“ teil. Dies war ein Kooperationsprojekt mit 14 Partner*innenorganisationen aus zehn verschiedenen EU-Ländern. Mit dabei waren unter anderem Schottische Regierung/Abteilung für Ernährung, das Schweizer Bioforschungsinstitut FIBL, die Stadt Malmö, die Universität Pisa und die bäuerliche Bildungsorganisation CIVAM aus Frankreich. Das Projekt war ein Experiment: Es ging darum, Wege für den Erfahrungs- und Wissensaustausch zwischen politischen Entscheidungsträger_innen, Forscher_innen und zivilgesellschaftlichen Organisationen zu erproben.

Milchaktion published on

Milchaktion

Aktion am 31.März 2017, ab 10 Uhr in Linz

beim Raiffeisengebäude (Schillerstr., Ecke Khevenhüllerstr.) am Südbahnhofmarkt

Den idyllischen freien Milchmarkt gibt es nicht!
Der Milchmarkt ist in einer schweren Krise. Das Abschaffen der Milchquote mit 1. April 2015 hat zu einer vorhersehbaren Überproduktion geführt und die Milchpreise auf Talfahrt geschickt. Überschüsse werden exportiert und zu Dumpingpreisen verkauft. Viele Bauern und Bäuerinnen in ganz Europa sind durch die drastisch fallenden Preise in ihrer Existenz bedroht. Aber auch ihre Kolleg_innen im Globalen Süden können dem Preisdruck nicht Stand halten.

Die bisher getroffenen Maßnahmen der Politik sind nur kurzfristig gedacht und bringen keine langfristigen Perspektiven. Gleichzeitig stehen Milchbäuerinnen und -bauern in einer großen Abhängigkeit von den Molkereien und können kaum zu anderen Verarbeitern wechseln. Der österreichische Raiffeisenverband verarbeitet und verkauft 95% der in Österreich produzierten Milch. Sie sind damit wesentlich mit Verantwortlich für die Überproduktion und die schlechte Situation der Milchbäuerinnen und -bauern. Ernährungssouveränität sieht anders aus!

Zeitschrift: Böden aufbrechen published on

Zeitschrift: Böden aufbrechen

Unsere neue Zeitung: Wege für eine bäuerliche Zukunft ist da!
Böden aufbrechen ist diesmal das Thema. Brigitte Reisenberger, Franz Rohrmoser, Hermann Pennwieser, Paul Ertl und viele andere schreiben über Landraub, Hofübergabe, den idyllisch freien Markt den es nicht gibt und die Bodenfrage in der Sozialdemokratie.

Mit einem Kommentar von Julianna Fehlinger zu Boden-Kultur

Der Boden ist die Grundlage unseres bäuerlichen Wirtschaftens – sonnenklar! Doch auch die Agrarindustrie kommt trotz all der Technik und Chemie nicht ohne den Zugang zu Land aus. Mittlerweile haben auch viele Akteur_innen außerhalb der Landwirtschaft erkannt, dass Boden nicht nur für die Lebensmittelerzeugung unumgänglich ist, sondern auch für die Produktion von Energie. In Zeiten, in denen der Zugang zu fossilen Brennstoffen immer schwieriger wird und gleichzeitig Boden durch falsche Bewirtschaftung verloren geht, wird der ökonomische Wettstreit um unseren Boden immer schlimmer. Das spüren auch Bauern und Bäuerinnen, die trotz sinkender Zahl an Betrieben immer höhere Preise für Pacht und Kauf zahlen müssen. Dadurch konzentriert sich Land in den Händen jener, die es sich leisten können, die hohen Pacht- und Kaufpreise zu zahlen – bei uns ebenso wie in anderen Regionen dieser Erde.

GAP-Reform: Wir brauchen eine demokratische Lebensmittelpolitik! published on

GAP-Reform: Wir brauchen eine demokratische Lebensmittelpolitik!

Die ÖBV-Via Campesina Austria fordert einen radikalen Umbau der derzeitigen Agrarpolitik.

Der Agrarministerrat der EU berät heute über die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für die Zeit ab 2020. Die Herausforderungen, vor denen die EU und ihre Mitgliedsstaaten stehen, sind zahlreich: Trotz des Einsatzes von vielen Milliarden Steuergeldern pro Jahr für die GAP müssen immer mehr bäuerliche Betriebe ihre Hoftore schließen. Die Artenvielfalt in Europa ist bedroht, Tiere werden in Massentierhaltungssystemen unwürdig gehalten, Pestizide beeinträchtigen die Umwelt und sorgen für Bienensterben, die industrielle Landwirtschaft schädigt das Klima und der Export von subventionierten Produkten bringt Bauern und Bäuerinnen im globalen Süden in Bedrängnis. Immer mehr Bürger_innen wenden sich gegen diese Art der Lebensmittelerzeugung und wünschen sich, dass ihr Essen so produziert wird, dass weder Menschen, noch Tiere oder die Umwelt ausgebeutet werden.

Milchdialog: Heiße Eisen werden nicht angegangen published on

Milchdialog: Heiße Eisen werden nicht angegangen

ÖBV: Konstruktive Gesprächsatmosphäre allein wird Situation der Milchbäuer_innen nicht verbessern.

Am Donnerstag, den 1. März fand auf Einladung des Vorarlberger Landwirtschaftskammerpräsidenten Moosbrugger der zweite „Milchdialog“ statt. Auch, wenn die Teilnehmer_innen von einer konstruktiven Gesprächsatmosphäre berichten, sind Lösungsansätze für die nach wie vor dramatische Situation der Milchbauern und -bäuerinnen nicht in Sicht. Insbesondere die Frage der Überschussproduktion von Milch wurde ausgeklammert.

Judith Moser-Hofstadler, Milchbäuerin in Oberösterreich und Vorstandsmitglied der ÖBV-Via Campesina Austria: „Wir begrüßen es, dass Präsident Josef Moosbrugger zu einer Fortsetzung des Milchdialogs eingeladen hat. Leider wurde aber – wie beim ersten Milchdialog 2016 – eine Mengenregulierung auf nationaler oder europäischer Ebene gar nicht diskutiert. Statt darüber nachzudenken, wie Steuergelder dafür eingesetzt werden können, die Überschussproduktion zu exportieren, sollten wir endlich sinnvolle Maßnahmen zur Begrenzung der Mengen einführen.“