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Rechte von Kleinbäuerinnen und –bauern stärken

Hunger betrifft in erster Linie diejenigen, die am Land leben und einen Großteil der globalen Lebensmittel produzieren. Die ÖBV setzt sich seit 2002 gemeinsam mit FIAN und La Via Campesina für eine internationale Deklaration für die Rechte von Kleinbäuer_ innen und anderen Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten, ein. Eine Deklaration würde einerseits bestehende Rechte systematisch zusammenführen und andererseits neue Rechte (z.B. Recht auf Land oder auf Biodiversität) festschreiben.

Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen in Genf hat im September 2012 ein Mandat erteilt, um an einer Deklaration für die Rechte von Kleinbäuer_innen zu arbeiten. Das war ein Meilenstein! Nun tagt die damit betraute Arbeitsgruppe regelmäßig. Die EU – und auch Österreich – stehen der Erklärung nach wie vor kritisch gegenüber. Aber die Unterstützung im Menschenrechtsrat wächst stetig. Wir müssen im nächsten Jahr noch viel Überzeugungsarbeit leisten.

Ohne Bäuerinnen und Bauern kein Essen. Stärken wir gemeinsam ihre Rechte! Petition unterzeichnen



Termine

Jun
1
Sa
Klima und Landwirtschaft: Chancen und neue Wege @ Obersdorf
Jun 1 um 19:30 – 21:30

Die Auswirkungen des Klimawandels sind in der Landwirtschaft deutlich zu spüren – für Bauern und Bäuerinnen ebenso wie für Konsument*innen. Die Zukunft der Landwirtschaft ist ein Thema, das alle Menschen betrifft. Diese Diskussionsveranstaltung widmet sich der Frage nach den Ursachen der Probleme und der Frage, welche Chancen und neuen Wege sich durch “neue Normalitäten” auftun. Welche Fragen stellen sich dabei für Grünland und Ackerbau? Was ist zu tun? Bietet dabei eine Demokratische Lebensmittelpolitik neue Chancen? Welche Rolle hat die Agrarpolitik bei neuen Herausforderungen?

Diskussionsveranstaltung mit:

  • Rainer Weisshaidinger (FiBL und Institut für Soziale Ökologie, Boku Wien; Mitherausgeber des Buches: “Chancen der Landwirtschaft in den Alpenländern”)
  • Maria Vogt (Biobäuerin, ÖBV-Via Campesina Austria)
  • Thomas Waitz (Abgeordneter im EU-Parlament, Grüne, u.a. Agrarausschuss)
  • Beiträge von Praktiker*innen aus verschiedenen Bereichen des Agrar- und Lebensmittelsystems

Die Veranstaltung wird aus Mitteln von der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB) gefördert.

Diese Veranstaltung findet im Kulturhaus Obersdorf und in Kooperation mit dem Klimacamp (www.klimacamp.at), sowie Nyéléni Austria (www.ernährungssouveränität.at) statt.

Hier gibt’s den Flyer zur Veranstaltung

Nov
24
So
Agrarpolitischer Grundkurs der ÖBV – Winter 2019/20 @ in OÖ, Stmk, NÖ, Tirol
Nov 24 2019 um 10:00 – Mrz 5 2020 um 17:00

Das System verstehen, aus dem Rahmen denken und gemeinsam aktiv werden!

„Jeder Bauer/jede Bäuerin sollte als ein Standbein Agrarpolitik haben“ (Christine Pichler-Brix, Obfrau der ÖBV)

Wer “macht” eigentlich Politik?  – Wie funktioniert die gemeinsame Agrarpolitik der EU? – Wie ist meine politische Biographie? – Was hat Handelspolitik mit unserem Essen zu tun? – Wie verschaffe ich mir Gehör in einer politischen Diskussion? – Was bedeutet die soziale und ökologische Krise für die Agrarpolitik? – Warum kann eine demokratische Lebensmittelpolitik hilfreich sein? –  Wie funktioniert die gesetzliche Interessensvertretung der Bäuer_innen in Österreich? – Wie können wir Demokratie immer wieder neue lernen? Wie können wir gemeinsam für (klein)bäuerliche Landwirtschaft und Ernährungssouveränität eintreten?

Für wen: Der Kurs richtet sich an alle, die Interesse an Agrarpolitik haben und die für die Anliegen von (Klein)Bäuer_innen, in der Bewegung für Ernährungssouveränität oder anderweitig für gutes Essen für alle aktiv bleiben oder werden wollen. Die Hälfte der Plätze ist für Menschen reserviert, die praktisch in der Landwirtschaft tätig sind. Wir freuen uns aber auch über alle anderen Interessierten. Wir wünschen uns eine vielfältige Gruppe – mit Frauen und Männern, Vollzeit und Teilzeit in der Landwirtschaft Aktiven, Menschen aus anderen Berufsgruppen oder in Ausbildung, Jüngeren und weniger Jungen aus allen Bundesländern und mit verschiedenen Herkünften, etc.

INHALT und AUFBAU des Kurses:

In vier auf einander aufbauenden Modulen werden fachliche Inhalte und Handwerkszeug zum politischen Handeln erarbeitet. Neben Vorträgen haben Gruppenarbeiten, persönliche Reflexion, Diskussionen, praktische Übungen und eigene Projekte der Teilnehmer_innen einen hohen Stellenwert. In einer konstanten Gruppe entsteht ein geschützter Raum für gemeinschaftliche Lernprozesse und persönliche Entwicklung. (Der Besuch von einzelnen Modulen ist leider nicht möglich.  – Wenn du aber mit uns ein kurzes Seminar in deiner Region organisieren willst, dann gib uns gerne Bescheid!)

In jedem Modul werden mehrere Expert_innen aus verschiedenen Tätigkeitsbereichen und Erwachsenenbildner_innen die Inhalte erläutern, aus der Praxis berichten, Übungen anleiten und als Diskussionspartner_innen zur Verfügung stehen.

Inhaltliche Schwerpunkte der Module:

Modul 1: Agrarpolitik in Österreich

Modul 2: Wirtschaftspolitik global und lokal

Modul 3: Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU

Modul 4: Arbeit & Soziales, Umgang mit natürlichen Ressourcen

Sondermodul 5: Praxis des agrarpolitischen Engagements: Dieses Modul wird im Kurs gemeinschaftlich erarbeitet

Termine: 4 x 2-Tages-Blöcke Tage zwischen November 2019 und März 2020

Kurszeiten: jeweils :

1. Tag 10.00 – 18.00 Uhr + Abendprogramm

2. Tag 8:30 – 17:00 Uhr

Orte: je Modul ein anderes Bundesland (z.B. OÖ, Stmk, NÖ, Tirol)

Die Referent_innnen sind Expert_innen für Agrarpolitik und/oder zivilgesellschaftliches Engagement. Beim Grundkurs im Jahr 2015 waren das z.B.:

  • Josef Krammer (Bundesanstalt für Bergbauernfragen, i.R.)
  • Franz Rohrmoser (Konfliktforscher, ÖBV-Mitbegründer)
  • Severin Renoldner (Sozialreferat Diozese Linz)
  • DIin Irmi Salzer (ÖBV)
  • Franziskus Forster (AgrarAttac)
  • Jutta Matysek (Greenpeace)
  • Iga Niznik (politische Referentin, Arche Noah)

Hast du vielleicht Interesse am Agrarpolitischen Grundkurs 2.0 im Winter 2019/2020 ? Wenn ja, dann freuen wir uns über eine kurze, unverbindliche Interessenserklärung an – Wir halten dich dann über die weiteren Planungen auf dem Laufenden.

ORGANISATORISCHES für den Kurs:

Kosten: Kursbeitrag für alle Module inklusive Übernachtung (tw. Mehrbettzimmer) und volle Verpflegung: ca. 600 Euro (bei Bedarf Ermäßigung möglich!)

Wir wollen möglichst allen Interessierten die Teilnahme ermöglichen! Falls du dir den vollen Kursbeitrag nicht leisten kannst, dann gib uns bitte Bescheid – wir werden eine individuelle Lösung suchen!

Wenn du sonstige besondere Bedürfnisse hast, auf die wir in der Organisation Rücksicht nehmen können, dann lass es uns bitte wissen!

Bei Bedarf organisieren wir Kinderbetreuung!

Veranstalterin: ÖBV – Via Campesina Austria, Österreichische Berg- und Kleinbäuer_Innen Vereinigung

In Kooperation mit: KSÖ – Katholische Sozialakademie Österreich.

Dieser Beitrag wird während der weiteren Planung für den Grundkurs laufend aktualisiert!


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Am 19.11.2018 hat der Dritte Hauptausschuss der UN-Generalversammlung (zuständig für soziale, kulturelle und humanitäre Fragen) durch eine Resolution die UN-Deklaration über die Rechte von Kleinbäuerinnen und -bauern und anderen Menschen, die in ländlichen Gebieten arbeiten, mit einer überwältigenden Mehrheit angenommen. Dies ist ein historischer Moment für die Rechte von Kleinbäuerinnen und -bauern und ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung des weltweiten Hungers und gegen die Diskriminierung von Kleinbäuerinnen und –bauern weltweit.
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Hunger.Macht.Profite.9 – Filmtage zum Recht auf Nahrung / Österreichweit 15.11. – 10.12.18

Industrielle Landwirtschaft und unser Lebensstil führen weltweit zu Hunger, Landraub und Ökoproblemen  – was können wir dagegen tun?
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28. September 2018

Historisch: UN-Menschenrechtsrat will Kleinbauern besser gegen Agrarkonzerne schützen

NGOs kritisieren: EU hat jede Unterstützung vermissen lassen Wien, Genf 28.9.2018 Der UN-Menschenrechtsrat hat heute eine UN-Erklärung für die „Rechte von Kleinbauern und anderen Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten“ verabschiedet. Für österreichische NGOs ist dies ein historischer Schritt zur Bekämpfung des weltweiten Hungers und gegen die Diskriminierung von Kleinbäuerinnen und –bauern weltweit. Sie kritisieren aber gleichzeitig die Stimmenthaltung der EU-Staaten.
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26. September 2018

Offener Brief: Bundesregierung muss UN-Erklärung zu den Rechten von Kleinbauern und -bäuerinnen unterstützen!

Die Forderung: Die Bundesregierung muss UN-Erklärung zur Stärkung der Bäuerlichen Rechte unterstützen – Es ist dringend und die Zeit ist reif! Wichtige Entscheidung über die Annahme der UN-Erklärung zu Bäuerlichen Rechten steht Ende dieser Woche im UN-Menschenrechtsrat in Genf an. Die EU und auch Österreich stehen der UN-Erklärung nach wie vor kritisch gegenüber. Aktuell führt Österreich die Verhandlungen im Namen der EU und nimmt damit bei der Meinungsbildung der EU-Staaten eine wichtige Rolle ein. Wir fordern die europäischen Regierungen dazu auf, die UN-Erklärung zu unterstützen! Sie wäre ein wirkungsvolles rechtliches Instrument gegen Menschenrechtsverletzungen wie Landraub, Biopiraterie und ausbeuterische Arbeitsbedingungen. Jetzt Petition an die EU-Staaten unterzeichnen!
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18. September 2018

“Bundesregierung muss UN-Deklaration für Bäuerliche Rechte unterstützen!”

Zivilgesellschaftliches Bündnis fordert Österreich zum Einsatz für Kleinbauern und -bäuerinnen auf. Anlässlich der bevorstehenden Entscheidung des UN-Menschenrechtsrats am 28. September 2018 über die Erklärung der Rechte von Kleinbauern und -bäuerinnen und Menschen, die im ländlichen Raum arbeiten und leben, fordert ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis: „Die österreichische Regierung muss die Annahme dieser Erklärung unterstützen!“ Österreich kommt dabei in seiner Rolle als EU-Ratsvorsitz bei der Koordinierung der europäischen Position eine zentrale Rolle zu. Am 19. und 20. September wird der UN-Menschenrechtsrat nach mehrjährigen Verhandlungen abschließend über die Erklärung beraten und voraussichtlich am 28. September über ihre Annahme entschieden.
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Literatur