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Ernährungssouveränität

Ernährungssouveränität ist das Recht von Menschen, über die Art und Weise der Produktion, der Verteilung und der Konsumtion von Lebensmitteln selbst zu bestimmen. Sie ist das Recht zur demokratischen Gestaltung des eigenen Agrarsystems, ohne dabei Anderen oder der Umwelt zu schaden.

Aktuell ist dieses Recht wenig gegeben: Wenigen mächtigen Institutionen und Großkonzernen dominieren die Entscheidungsprozesse. Kleinbäuerliche Strukturen werden zerstört, Ungleichheit wird produziert. Profitversprechen wiegen schwerer als Nutzen und Qualität der Nahrungsmittel selbst. Und industrielle Produktion ist von fossilen Treibstoffen und chemischen Hilfsmitteln abhängig, erkennt die Begrenztheit der Ressourcen wie Boden und Wasser nicht an und trägt zum Klimawandel und verschlechterten Arbeitsbedingungen bei.

Das Konzept wurde Mitte der 1990er-Jahre von der weltweiten Kleinbäuer_innen-Organisation La Via Campesina entwickelt und versucht, dem entgegen, Gestaltungsspielräume für eine andere, ökologisch nachhaltige und sozial gerechte Zukunft anzueignen. Als Teil der Via Campesina kämpft auch die ÖBV für diesen fundamental hinterfragenden Paradigmenwechsel.



Termine

Jan
30
Mo
Unsere Höfe, unser Essen, unsere Erzählungen. – Kommunizieren für Ernährungssouveränität! @ in Innsbruck (Tirol)
Jan 30 um 9:00 – 15:30

Workshop

Wir Bäuer*innen, Esser*innen und anderen Menschen, die mit Lebensmitteln zu tun haben, wissen viel darüber, was es für nachhaltige Landwirtschaft und gutes Essen für alle braucht. Wir wollen unsere Geschichten, Herausforderungen und gemeinsamen Anliegen nach außen tragen!

In diesem Workshop bekommen wir Werkzeuge und Anregungen dazu und tauschen uns aus! Nach einer Einführung zu Framing, Medien und Kommunikation werden wir viel praktisch miteinander arbeiten und üben. Teilnehmer*innen können können zu ihren Fragestellungen arbeiten – sei es Kommunikation vom Hof, von einer Organisation oder sozialen Bewegung. Es sind keine Vorkenntnisse nötig!

Willkommen sind alle, die über kleinbäuerliche Landwirtschaft, Ernährungssouveränität und nachhaltige Ernährungssysteme kommunizieren wollen!

Workshopleiter*in: Theresa Kofler (Erwachsenenbildnerin sowie Koordinatorin der Plattform “Anders Handeln”), Manuel Grebenjak (Stay Grounded)

Mehr Infos demnächst hier.

Anmeldung bis 19. Jänner:
Die Teilnahme ist kostenfrei.

Die Veranstaltung wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technik gefördert.

 

Feb
19
So
Gemein(g)schaftlhuaberinnen – Frei, fair & lebendig: Commoning im Bäuerinnenleben @ Arn
Feb 19 um 12:30 – Feb 20 um 11:00

So, 19. Februar 2023, 12:30 Uhr bis in den Abend hinein – optional bis Mo, 20. Februar vormittags (Übernachtung vor Ort möglich und gern gesehen 😉
Ort: Arnreit im Mühlviertel, am Biohof Ebner von Maria Grünbacher (Nachbarin von Lisa Hofer-Falkinger)

Sorgendes und selbstbestimmtes Wirtschaften, soziales Miteinander und Selbstorganisation durch Gleichrangige – das sind drei wichtige Prinzipien des “Commoning”.  Und das hat viel mit dem zu tun, was wir Kleinbäuer*innen tagtäglich tun. Wir tragen Sorge um Boden, Wasser, Märkte, Saatgut … eine gute Agrarpolitik und vieles mehr. Wir wollen mit dieser Commoning-Brille auf unser tägliches Tun schauen. Wir wollen Zukunftsträchtiges in unserem Tun entdecken, wertschätzen und weiterentwickeln.
Dazu möchten wir u.a. die Karten zur Mustersprache des “Commoning” nutzen. http://mustersprache.commoning.wiki/view/welcome-visitors/view/felder-des-commoning

Spezialgäste mit Impulsen zu Commoning sind in Planung.

Voraussichtlich am Montag Vormittag wird es auch eine Betriebsbesichtigung am Biohof Ebner und/oder Biohof Hofer geben.

Organisatorische Infos:

  • Arnreit ist mit dem Bus u.a. vom Bahnhof Linz erreichbar. Ein Bus kommt sonntags um 12:16 Uhr in Arnreit an.
  • Übernachtung vor Ort ist möglich und zwecks geselligen Beisammenseins gern gesehen: es gibt 4 Plätze in einer Ferienwohnung bei Maria (ca. 20 Euro/Person) sowie Matratzenlager bei Lisa Hofer-Falkinger (gegen kleine Spende, z.B. 5 Euro).
  • Wir werden vor Ort verpflegt gegen Bezahlung.
  • Freiwilliger Beitrag für Organisationsaufwand: Nach Selbsteinschätzung 0 – 30 Euro.

Wir bitten um Anmeldung damit wir gut planen können, möglichst bis 9. Februar:

Apr
29
Sa
Essen, das Leib und Seele und die Welt zusammenhält! @ Wolkersdorf/Weinviertel (NÖ)
Apr 29 um 9:30 – 19:00

Ernährungssouveränität für alle, statt Krisen ohne Ende!

Obersdorf bei Wolkersdorf, Kultursaal

An diesem Tag befassen wir uns mit der gemeinsamen Sorge für gutes Essen für alle, für die Umwelt und eine ökologisch gerechte Landwirtschaft. Es geht um eine gute Verbindung zwischen Konsument*innen, Bäuer*innen, Verarbeiter*innen und Händler*innen. Wir wollen Einblicke gewinnen in die Zusammenhänge von Landwirtschaft und Ernährungssystem. Welche Möglichkeiten haben wir selbstbestimmte lebensspendende Ernährung für alle zu fördern?

Ein Tag für Frauen,

… die sich für Ernährung und Gerechtigkeit interessieren. Alle sind willkommen, die sich und andere mit Essen versorgen oder versorgen wollen.

… um miteinander ins Gespräch zu kommen, um voneinander zu lernen, um neue Modelle kennenzulernen, gemeinsam neue Ideen zu entwickeln und um sich miteinander zu vernetzen.

… mit Gästen aus Armenien

… mit Vorträgen, Workshops, Besichtigungen, gemeinsam kochen, gemeinsam essen und mehr.

Referentinnen & Workshopleiterinnen:
Maria Vogt, Biobäuerin im Weinviertel, Kabarettistin, Pensionistin, jedoch nicht im Ruhestand, ÖBV-Aktivistin
Traude Novy, kfb- Aktivistin
Lisa Hofer-Falkinger, Biobäuerin im Mühlviertel, Betriebsführerin, Frauenarbeitskreis der ÖBV Gäste aus Armenien
Katharina Klaus, Kräuterpädagogin aus Wolkersdorf
Moderation: Milena Müller-Schöfmann, Welthaus Wien

Teilnahmebeitrag: € 30,00 ;  € 20,00 für Studierende, sowie Mitglieder kfb und ÖBV
beinhaltet Programm und Verpflegung

Anmeldung: bis 14. April 2023 bei

Veranstaltet von Katholische Frauenbewegung (KFB), ÖBV-Frauen und Welthaus Wien

mit freundlicher Unterstützung von

Stadtgemeinde Wolkersdorf im Weinviertel, Weltladen Gänserndorf, Fairtrade

Infos auch auf: www.kfb-wien.at


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Nachlese und Infos zur Frage, wie es weitergeht:

Beim Nyéléni-Herbsttreffen der Bewegung für Ernährungssouveränität in Krems (NÖ) von 28.-30.10.2022 wurde an gemeinsamen Gestaltungsspielräumen für eine sozial gerechte und ökologisch nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung gearbeitet. 150 Menschen sind gekommen, um sich zu vernetzen, neue Ideen auszutauschen und das Engagement und Alternativen auf unterschiedlichen Ebenen voranzutreiben.


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