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Ernährungssouveränität

Ernährungssouveränität ist das Recht von Menschen, über die Art und Weise der Produktion, der Verteilung und der Konsumtion von Lebensmitteln selbst zu bestimmen. Sie ist das Recht zur demokratischen Gestaltung des eigenen Agrarsystems, ohne dabei Anderen oder der Umwelt zu schaden.

Aktuell ist dieses Recht wenig gegeben: Wenigen mächtigen Institutionen und Großkonzernen dominieren die Entscheidungsprozesse. Kleinbäuerliche Strukturen werden zerstört, Ungleichheit wird produziert. Profitversprechen wiegen schwerer als Nutzen und Qualität der Nahrungsmittel selbst. Und industrielle Produktion ist von fossilen Treibstoffen und chemischen Hilfsmitteln abhängig, erkennt die Begrenztheit der Ressourcen wie Boden und Wasser nicht an und trägt zum Klimawandel und verschlechterten Arbeitsbedingungen bei.

Das Konzept wurde Mitte der 1990er-Jahre von der weltweiten Kleinbäuer_innen-Organisation La Via Campesina entwickelt und versucht, dem entgegen, Gestaltungsspielräume für eine andere, ökologisch nachhaltige und sozial gerechte Zukunft anzueignen. Als Teil der Via Campesina kämpft auch die ÖBV für diesen fundamental hinterfragenden Paradigmenwechsel.



Termine

Okt
28
Fr
Herbsttreffen der Bewegung für Ernährungssouveränität @ Gesundheitszentrum Goldenes Kreuz, 3500 Krems/Donau (NÖ)
Okt 28 um 12:00 – Okt 30 um 12:00

Gesundheitszentrum Goldenes Kreuz, Langenloiserstraße 4, 3500 Krems/Donau

Das Nyéléni-Herbsttreffen der Bewegung für Ernährungssouveränität kommt genau zur richtigen Zeit: Wir brauchen jetzt eine starke, aktive und lebendige Bewegung mehr denn je! In einer Zeit, in der Konflikte und Kriege, Klimakrise, die Pandemie, Hunger, wachsende Ungleichheit, Arten- und Höfesterben, schlechte Arbeitsbedingungen und Einkommen bei steigenden Preisen und die nicht nachhaltige Abhängigkeit von Weltmärkten, fossilen Brennstoffen, immer mehr Energie, Konzernmacht, sowie grenzenlosem Wachstum immer weiter verschärft werden, ist die Alternative der Ernährungssouveränität jetzt und für Alle wichtiger denn je!

Die Mächtigen – etwa die Lobbys der Agrarindustrie und der Konzerne – haben keine andere Idee, als unter dem Vorwand der Ernährungssicherheit ein Weiter wie bisher mit neuem Anstrich als einzigen Weg zu verkaufen. Damit bringen sie genau diese in Gefahr. Sie ignorieren die wirklich wichtigen Fragen und ebenso die Ursachen der Probleme. Die Antworten sind kurzsichtig und führen zu falschen Lösungen, Greenwashing und zu immer tieferen Krisen. Das geht auf Kosten von uns allen. Wir wollen uns für die Alternativen einsetzen, die es jetzt wirklich braucht: Für den Systemwandel hin zu gutem Essen für Alle! 

Was sind unsere Antworten? Wie können wir uns dafür gegenseitig stärken und gemeinsam handlungsfähiger werden? Welche Herausforderungen stehen vor uns? Welche demokratischen und solidarischen Alternativen gibt es? 

Krems ist elf Jahre nach dem ersten Europäischen Nyéléni-Forum für Ernährungssouveränität und ein  Jahr vor dem nächsten Globalen Nyéléni-Forum wieder ein guter Ort: Das Nyéléni-Herbsttreffen bietet den Raum um anzudocken, um einander kennenzulernen, um sich zu informieren und zu diskutieren, sowie um Fäden wieder aufzunehmen und um uns zu vernetzen. Nur so können wir Mut fassen, Hoffnung stärken und neue Ideen entwickeln! Und das wollen wir mit Euch ebenso feiern, wie aktiv in die Tat umsetzen. Die Zeit ist reif für Ernährungssouveränität!

Aufruf: Wir laden dich herzlich ein, dich schon ab sofort in den Prozess hin zum Herbsttreffen und hin zur Stärkung der Bewegung einzubringen! Es gilt, wichtige, diverse Akteur*innen zum Treffen einzuladen und vorbereitend gemeinsame Inhalte auszuloten. Wir brauchen aber auch mehr Menschen, die organisatorische Aufgaben für das Treffen übernehmen, die Geld für das Treffen aufstellen helfen, Schlafplätze suchen etc. Es gibt viel zu tun, bring dich ein! für das Treffen entgegen! Wenn du die Möglichkeit hast, dich einzubringen, melde dich:

Programm für das Nyéléni-Herbsttreffen (vorläufig):

Fr, 28. Okt 2022
Ab 12:00 Uhr: Ankommen
13:30: Gemeinsamer Einstieg – Kick-off
14:30 – 17:30: Workshops zu brennenden Themen der Bewegung
19:00: Podiumsdiskussion “Ernährungssouveränität jetzt!” mit Impulsgeber*innen aus der europäischen Bewegung für Ernährungssouveränität

Sa, 29. Okt 2022
9:00 – 17:30 Zukunftssymposium 2022: “Demokratisch für Gutes Essen für alle!” (Details siehe unten) mit Impulsvorträgen und vertiefenden Kleingruppen

und parallel dazu

9:00 – 17:30 Workshops, Aktionsplanung, aktivistische Trainings, Exkursionen

19:00 – 21:00 Zusammenführung von Erkenntnissen und Planen nächster Schritte

Ab 21:00 gemeinsam Feiern mit Musik und Tanz

So, 30. Okt 2022
8:30 – 10:30 Plenum der Bewegung für Ernährungssouveränität: gemeinsam Entscheidungen treffen, nächste Schritte fixieren etc.

Ab 10.30 gemeinsam Aufräumen, Ausklang (parallel dazu: ÖBV-Mitgliederversammlung)

Alle Interessierten, Engagierten und Bewegten sind herzlich willkommen! 

Anmeldung:

WIR UND JETZT! Zukunftssymposium 2022: “Demokratisch für Gutes Essen für alle!” @ Gesundheitszentrum Goldenes Kreuz, 3500 Krems/Donau (NÖ)
Okt 28 um 17:30 – Okt 29 um 18:00

Gesundheitszentrum Goldenes Kreuz, Langenloiserstraße 4, 3500 Krems/Donau

Mehr Infos folgen in Bälde.


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28. Juli 2022

Die ‚Neue‘ Gentechnik und die Deregulierungspläne der EU-Kommission – Radiosendung & Video

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19. Juli 2022

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Von Heike Schiebeck

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12. Juli 2022

Offener Brief europäischer Bäuerinnen und Bauern: Ernährungssicherheit in der EU kann nicht mehr garantiert werden

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8. Juli 2022

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8. Juli 2022

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23. Juni 2022

ÖBV, BirdLife und GLOBAL 2000 begrüßen Gesetzesvorschläge zu Pestizidreduktion und Wiederherstellung der Biodiversität

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Totschnig und Gewessler müssen sich konstruktiv in weiteren Gesetzgebungsprozess einbringen

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22. Juni 2022

Aktion vor Landwirtschaftsministerium: Lobbyist der Bauern oder Lobbyist der Pestizide?

https://www.youtube.com/watch?v=PlHhmpKInL8

ÖBV und GLOBAL 2000 fordern Kurswechsel von Landwirtschaftsminister Totschnig

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15. Juni 2022

Raus aus der WTO! Ernährungssouveränität jetzt!

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La Via Campesina fordert die Staaten auf, aus der WTO auszutreten und ein neues Rahmenwerk zu schaffen, das auf Ernährungssouveränität beruht

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27. Mai 2022

Bäuerliche Zukunft: Wohin?

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Derzeit überschlagen sich die Ereignisse. Ein Interview über Auswirkungen auf die bäuerliche Landwirtschaft und mögliche Perspektiven und Ansatzpunkte für einen Systemwandel. – Ganz im Sinne des Titels der ÖBV-Zeitschrift: Dieses Interview wurde zuerst in der ÖBV-Zeitschrift “Wege für eine Bäuerliche Zukunft” Nr. 372, 2/2022 veröffentlicht.

Interview mit Onno Poppinga

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