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Ernährungssouveränität

Ernährungssouveränität ist das Recht von Menschen, über die Art und Weise der Produktion, der Verteilung und der Konsumtion von Lebensmitteln selbst zu bestimmen. Sie ist das Recht zur demokratischen Gestaltung des eigenen Agrarsystems, ohne dabei Anderen oder der Umwelt zu schaden.

Aktuell ist dieses Recht wenig gegeben: Wenigen mächtigen Institutionen und Großkonzernen dominieren die Entscheidungsprozesse. Kleinbäuerliche Strukturen werden zerstört, Ungleichheit wird produziert. Profitversprechen wiegen schwerer als Nutzen und Qualität der Nahrungsmittel selbst. Und industrielle Produktion ist von fossilen Treibstoffen und chemischen Hilfsmitteln abhängig, erkennt die Begrenztheit der Ressourcen wie Boden und Wasser nicht an und trägt zum Klimawandel und verschlechterten Arbeitsbedingungen bei.

Das Konzept wurde Mitte der 1990er-Jahre von der weltweiten Kleinbäuer_innen-Organisation La Via Campesina entwickelt und versucht, dem entgegen, Gestaltungsspielräume für eine andere, ökologisch nachhaltige und sozial gerechte Zukunft anzueignen. Als Teil der Via Campesina kämpft auch die ÖBV für diesen fundamental hinterfragenden Paradigmenwechsel.



Termine

Apr
3
Mi
Schöne neue Gentechnik? @ Gasthaus Gugg (OÖ), Braugasse 5, 4851 Gampern
Apr 3 um 19:30 – 21:30

Über die Auswirkungen von CRISPR/Cas & Co für unsere Höfe und Ernährung

Neue Gentechnische Verfahren wie CRISPR/Cas müssen seit der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs im Sommer 2018 unter dieselben vorsorgenden Regulierungen fallen, wie herkömmliche GVOs.
Dennoch werden Industrie und Teile der Wissenschaft nicht müde, die Chancen von CRISPR/Cas & Co anzupreisen und sie als sicher und genau zu verkaufen.

Doch was steckt genau hinter diesen Verfahren? Wo werden sie schon angewendet? Welche Auswirkungen können sie auf die Landwirtschaft haben? Wem nützt die Durchsetzung von neuer Gentechnik? Warum ist Vorsorge hier so wichtig? Was haben Bauern und Bäuerinnen davon?

Vortrag von Eva Gelinsky, IG für gentechnikfreie Saatgutarbeit. Sie ist Expertin für Gen- und Biotechnologie, sowie in Patent- und Saatgutrecht.

Eine anschließende Diskussion mit:

  • Michael Rosenberger, Professor für Moraltheologie
  • Franziskus Forster, Österreichische Berg- und Kleinbäuer_innen Vereinigung

Anschließend Publikumsdiskussion

Eintritt frei! Freiwillige Spende erwünscht.

In Kooperation mit Kultur-Land Impulse.


Artikel

13. März 2019

Anders Handeln an EU-Parlament: Klimagerechtigkeit und Demokratie statt TTIP 2.0!

Am 14.3., wird das Europäische Parlament über seinen Standpunkt zur Aufnahme neuer Handelsverhandlungen mit den USA abstimmen. Die Plattform "Anders Handeln" fordert die EU-Abgeordneten auf, die Mandatsentwürfe für ein TTIP 2.0 im Interesse von Klimaschutz und Demokratie abzulehnen. Die Entscheidung über die Mandate treffen letztlich die EU-Regierungen.
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28. Februar 2019

Nach Kuh-Urteil: ÖBV fordert Sicherheit für Bergbetriebe und mehr Realitätsbezug

„Almen sollen Orte guten Lebens sein. Aber das muss für alle gelten.“ Es gibt einen gesellschaftlichen Konsens, dass Alm- und Berglandwirtschaft mit ihren Kulturlandschaften wichtig und wünschenswert sind. Das Tiroler Urteil hat viele existierende Probleme offenkundig gemacht. Es kommt für viele der Aufkündigung des gesellschaftlichen Konsenses gleich. Viele Bauern und Bäuerinnen sind wütend.
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27. Februar 2019

Neue Gentechnik, neues Glück?

Mit der neuen Gentechnik haben wir ein neues Konfliktfeld. Offenen Fragen stehen aber Fakten gegenüber. Einige Überlegungen aus kleinbäuerlicher Sicht.
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20. Februar 2019

Vor EU-Treffen: Zivilgesellschaft warnt vor TTIP 2.0

Neustart von Verhandlungen widerspricht Regierungsprogramm Die EU-WirtschaftsministerInnen werden morgen beim informellen Wirtschaftsministerrat in Bukarest über eine Neuaufnahme von Handelsgesprächen mit den USA diskutieren. Eine politische Einigung würde den Weg für ein TTIP 2.0 frei machen, kritisiert die Plattform Anders Handeln. Sie fordert die zuständige Bundesministerin Schramböck in einem Brief dazu auf, sich gegen eine Wiederaufnahme auszusprechen. (1)
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15. Februar 2019

“Sonnenkabinett”: Ministerien für ein gutes Leben für alle

Feministischer Gegenentwurf zur aktuellen Politik der Spaltung und Profitorientierung. ÖBV-Vertreterin als Ministerin für "Solidarisches Wirtschaften" Hier der Link zum Kurzfilm (2 Minuten) Pressemitteilung 15.2.2019, Wien: 100 Jahre nach dem Einzug der ersten Frauen in das österreichische Parlament am 16. Februar 1919 haben am Freitag, 15. Februar 2019, die „Plattform 20.000 Frauen“ und eine Vielzahl unterstützender Frauenorganisationen eine Wende in der aktuellen Politik eingemahnt, die auf „Egoismus, Spaltung und Ausgrenzung“ basiere und das Recht von Frauen, Männern und Kindern auf ein gutes Leben einschränke. Einen feministischen Gegenentwurf zu neoliberalen Politikkonzepten, insbesondere zur gegenwärtigen österreichischen Regierungspolitik, präsentierten die Frauen mit der Einberufung eines „Sonnenkabinetts“, das am Freitagvormittag im Eingang der Nationalbibliothek am Wiener Heldenplatz zum ersten Mal zusammengetreten ist.
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7. Februar 2019

Visionen braucht das Land! Neuer Bericht stellt Gemeinsame Lebensmittelpolitik vor.

Bericht liefert dringend notwendige Antworten und Vorschlag für neue politische Architektur Brüssel. Heute präsentiert IPES-Food (1) das Ergebnis eines jahrelangen, umfassenden europaweiten Forschungs- und Partizipationsprozesses: Die konkrete Vision einer Gemeinsamen Lebensmittelpolitik (2). Diese Politik ist angesichts von Klimakrise, Biodiversitätsverlust, Fehlernährung und Höfesterben dringend notwendig.
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28. Januar 2019

Aktion bei der Wintertagung: “Wir haben eure faulen Kompromisse satt!”

Am Eröffnungstag der Wintertagung hat die Plattform „Wir haben es satt!“ eine Aktion organisiert, mit der sie ihre Kritik an der aktuellen Agrarpolitik zum Ausdruck bringen. Vor dem Eingang wurde ein Haufen fauler Äpfel abgeladen.
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28. Januar 2019

Protestrede auf der Wintertagung: “Eure Agrarpolitik ist ein fauler Kompromiss!”

Eine spontane Protestrede einer ÖBV - Via Campesina Austria Bäuerin wurde bei der Wintertagung des Ökosozialen Forums abgewürgt - nachdem Ministerin Elisabeth Köstinger zuvor den bäuerlichen Zusammenhalt beschworen hat. Bevor ihre kleinbäuerliche Stimme gehört werden konnte, wurde die ÖBV-Bäuerin abgeführt. Lest hier die Rede die sie halten wollte!
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24. Januar 2019

Petition: Rechte für Menschen. Regeln für Konzerne. Stopp ISDS!

22. Januar 2019

WEF Davos: Neue europäische Kampagne fordert Rechte für Menschen, Regeln für Konzerne!

Breite Allianz: Sonderklagerechte abschaffen, Konzerne zur Rechenschaft ziehen
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