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Außerfamiliäre Hofübergabe

Es ist heute nicht mehr selbstverständlich, dass die Kinder den Hof der Eltern übernehmen. Gleichzeitig gibt es immer mehr Menschen, die nicht auf einem Hof aufgewachsen sind, oder die weichende Erb_innen sind, und aber trotzdem einen Hof bewirtschaften möchten. Wir möchten diese “außerfamiliäre Hofübergabe”, aber auch Hofgemeinschaften und Betriebsgemeinschaften fördern, weil wir der Meinung sind, dass es viele kleine Höfe und mehr Bäuerinnen und Bauern braucht!

Seit 2009 arbeitet die ÖBV daher zu dem Thema außerfamiliäre Hofübergabe. Im Jahr 2010 wurde ein Seminar zu außerfamiliären Hofübergabe konzipiert. Weiters haben wir die Studie „Ich habe mir meine Erben selbst ausgesucht“ bei Expertin Andrea Heistinger in Auftrag gegeben. Studiendownload

Aufgrund der regen Nachfrage hat die ÖBV von 2011 bis 2017 eine Hofbörse für außerfamiliäre Hofübergabe auf unserer Website angeboten, die das große Interesse für dieses Thema sichtbar macht.

Seit 2017 betreibt das Netzwerk Existenzgründung in der Landwirtschaft (NEL) die Hofbörse “Perspektive Landwirtschaft” an die wir unsere Hofbörse übergeben haben.



Termine

Mai
24
Fr
Lebenswerke weitergeben – Perspektiven für Höfe ohne Nachfolge & Existenzgründer_innen (Salzburg) @ LFS Bruck
Mai 24 um 14:00 – 17:00

Die Plattform Perspektive Landwirtschaft ist eine anerkannte Anlaufstelle für außerfamiliäre Hofübergabe und Existenzgründung in der Landwirtschaft.

Viele Bauern und Bäuerinnen ohne Nachfolge wünschen sich, dass ihr Lebenswerk weitergeführt oder gemeinsam bewirtschaftet wird. Viele Menschen sind motiviert, einen Betrieb zu übernehmen, um Bäuerin oder Bauer zu werden. Oft sind es weichende ErbInnen oder NeueinsteigerInnen.

Diese Veranstaltung soll dabei helfen, die ersten Hürden diesbezüglich zu überwinden. Der Abend wird begleitet von Erika Trampitsch (Lebensqualität Bauernhof)

Zielgruppe: Bäuerinnen und Bauern, die sich für ihr Lebenswerkeine Nachfolge wünschen, sowie künftige Bäuerinnen und Bauern auf der Suche nach einem Betrieb oder Betriebsgemeinschaft.
Inhalt: Vortrag zu zwischenmenschlichen oder rechtlichen Aspekten der außerfamiliären Hofübergabe, Weltcafé zum Kennenlernen.
Information: für individuelle Gespräche stehen wir vor den Veranstaltungen nach Vereinbarung zur Verfügung: 0699 19138116. Besuchen Sie uns auch auf www.perspektive-landwirtschaft.at
Kursbeitrag: 16€ pro Person/Paar

Veranstaltet von Netzwerkwerk Existenzgründung in der Landwirtschaft in Koopoeration mit Lebensqualität Bauernhof, Landwirtschaftskammer Österreich, ÖBV – Österreichische Berg- und Kleinbäuer_innenvereinigung, Maschinenring

 

Mai
25
Sa
HOFKOLLEKTIV: Utopie? Traum? Wirklichkeit? @ HOFKOLLEKTIV ZWETSCHKE, Negers 10, 3931 Schweiggers (NÖ)
Mai 25 um 14:05 – Mai 26 um 15:05

Wohnen und Wirtschaften am Hof in Gemeinschaft

Suchst du ein Leben im Kollektiv? Wirst du einen Hof erben, willst ihn
aber nicht alleine bewirtschaften? Oder lebst du in einem Mehrgenerationenhof?

Wie geht das? Ist das möglich? Wie fühlt sich das an? Ist das Meins?
Wird das Leben dann einfacher? Wird das mehr Arbeit oder weniger?

2 TAGE AM HOFKOLLEKTIV ZWETSCHKE
solidarische Ökonomie und Arbeiten im Kollektiv

35,- Euro Selbstbehalt

Anmeldung unter
Weitere Infos unter www.hofkollektiv-zwetschke.net


Artikel

9. Mai 2019

Bündnis fordert Reformen für eine EU-Lebensmittelpolitik

Offener Brief für eine Gemeinsame EU-Lebensmittelpolitik und für einen Vize-Präsidenten der EU-Kommission für Lebensmittel und Ernährung. Die Europäische Koordination Via Campesina (ECVC) (1) hat gestern gemeinsam mit 32 weiteren bäuerlichen Organisationen, Forschungseinrichtungen, Think Tanks und NGOs gefordert, dass der/die nächste PräsidentIn der EU-Kommission eine Gemeinsame Lebensmittelpolitik der EU auf den Weg bringen soll.
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3. April 2019

ÖBV: Agrarausschuss geht vor Großgrundbesitzern und Agrarindustrie in die Knie

Wien/Brüssel. Der Agrarausschuss des Europäischen Parlaments hat gestern mit den Stimmen der Volkspartei, der Konservativen, der Liberalen und eines Teils der Sozialdemokraten einen Vorschlag zur neuen GAP angenommen, der uns ins vergangene Jahrhundert zurückwerfen würde.
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15. Februar 2019

“Sonnenkabinett”: Ministerien für ein gutes Leben für alle

Feministischer Gegenentwurf zur aktuellen Politik der Spaltung und Profitorientierung. ÖBV-Vertreterin als Ministerin für "Solidarisches Wirtschaften" Hier der Link zum Kurzfilm (2 Minuten) Pressemitteilung 15.2.2019, Wien: 100 Jahre nach dem Einzug der ersten Frauen in das österreichische Parlament am 16. Februar 1919 haben am Freitag, 15. Februar 2019, die „Plattform 20.000 Frauen“ und eine Vielzahl unterstützender Frauenorganisationen eine Wende in der aktuellen Politik eingemahnt, die auf „Egoismus, Spaltung und Ausgrenzung“ basiere und das Recht von Frauen, Männern und Kindern auf ein gutes Leben einschränke. Einen feministischen Gegenentwurf zu neoliberalen Politikkonzepten, insbesondere zur gegenwärtigen österreichischen Regierungspolitik, präsentierten die Frauen mit der Einberufung eines „Sonnenkabinetts“, das am Freitagvormittag im Eingang der Nationalbibliothek am Wiener Heldenplatz zum ersten Mal zusammengetreten ist.
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7. Februar 2019

Visionen braucht das Land! Neuer Bericht stellt Gemeinsame Lebensmittelpolitik vor.

Bericht liefert dringend notwendige Antworten und Vorschlag für neue politische Architektur Brüssel. Heute präsentiert IPES-Food (1) das Ergebnis eines jahrelangen, umfassenden europaweiten Forschungs- und Partizipationsprozesses: Die konkrete Vision einer Gemeinsamen Lebensmittelpolitik (2). Diese Politik ist angesichts von Klimakrise, Biodiversitätsverlust, Fehlernährung und Höfesterben dringend notwendig.
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9. Januar 2019

Fakten zeigen: Es braucht eine sozial-ökologische Agrarwende! – Agrar-Atlas zeigt aktuelle Probleme auf und präsentiert Lösungen

Foto: FIAN
Heute erscheint die von der Heinrich Böll Stiftung gemeinsam mit GLOBAL 2000 herausgegebene österreichische Ausgabe des Agrar-Atlas (1), ein europaweites Rechercheprojekt zur EU-Landwirtschaft. Darin wird anhand vieler Fakten und Grafiken klar belegt, dass es dringend eine sozial-ökologische Wende in Richtung Agrarökologie braucht. Der Atlas ist für eine breite Öffentlichkeit verständlich und anschaulich aufbereitet.
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30. März 2018

200 Jahre Friedrich Wilhelm Raiffeisen: Ein Raiffeisen-Konzern zur bäuerlichen Selbsthilfe? Das kann nicht gut gehen!

Anlässlich des 200. Geburtstags von Raiffeisen unterstützt die ÖBV-Via Campesina die Solidaritätsaktion am 29. März 2018 für diskriminierte Bauern und Bäuerinnen am Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz in Wien. Die ÖBV hält an diesem Jahrestag fest: Aus der lokalen Selbsthilfeorganisation ist ein globaler Konzern geworden. Bäuerliche Solidarität und Selbsthilfe ist damit ins Hintertreffen geraten.
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1. Dezember 2017

Neue Hofbörse für außerfamiliäre Hofübergabe – Perspektive Landwirtschaft

„Ich hab mir meine Erben selbst ausgesucht“

Immer mehr Bauernfamilien finden keinen Hofnachfolger und keine Hofnachfolgerin innerhalb der Familie. Gleichzeitig gibt es in Österreich immer mehr Menschen, die gerne in der Landwirtschaft arbeiten wollen. Die neue Hofbörse „Perspektive Landwirtschaft“ bringt diese beiden Seiten zusammen.
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17. März 2017

Zeitschrift: Böden aufbrechen

Unsere neue Zeitung: Wege für eine bäuerliche Zukunft ist da! Böden aufbrechen ist diesmal das Thema. Brigitte Reisenberger, Franz Rohrmoser, Hermann Pennwieser, Paul Ertl und viele andere schreiben über Landraub, Hofübergabe, den idyllisch freien Markt den es nicht gibt und die Bodenfrage in der Sozialdemokratie. Mit einem Kommentar von Julianna Fehlinger zu Boden-Kultur Der Boden ist die Grundlage unseres bäuerlichen Wirtschaftens – sonnenklar! Doch auch die Agrarindustrie kommt trotz all der Technik und Chemie nicht ohne den Zugang zu Land aus. Mittlerweile haben auch viele Akteur_innen außerhalb der Landwirtschaft erkannt, dass Boden nicht nur für die Lebensmittelerzeugung unumgänglich ist, sondern auch für die Produktion von Energie. In Zeiten, in denen der Zugang zu fossilen Brennstoffen immer schwieriger wird und gleichzeitig Boden durch falsche Bewirtschaftung verloren geht, wird der ökonomische Wettstreit um unseren Boden immer schlimmer. Das spüren auch Bauern und Bäuerinnen, die trotz sinkender Zahl an Betrieben immer höhere Preise für Pacht und Kauf zahlen müssen. Dadurch konzentriert sich Land in den Händen jener, die es sich leisten können, die hohen Pacht- und Kaufpreise zu zahlen – bei uns ebenso wie in anderen Regionen dieser Erde.
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Literatur

Andrea Heistinger 2012: „Ich habe mir meine Erben selbst gesucht“. Ergebnisse eines Forschungsprojekts zu Möglichkeiten eines Einstiegs in die Landwirtschaft in Österreich. In: Zeitung für Agrargeschichte und Agrarsoziologie, Heft 2/20122/ SS 100-116. – siehe Downloads